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Lokales Grüne Dächer, saubere Teiche – Finanzspritze für das Stadtgrün
Leipzig Lokales Grüne Dächer, saubere Teiche – Finanzspritze für das Stadtgrün
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17:33 05.07.2019
Grüne Oase: der Johannapark.Der Teich soll saniert werden. Möglich wird dies auch durch Fördermittel aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“.
Grüne Oase: der Johannapark.Der Teich soll saniert werden. Möglich wird dies auch durch Fördermittel aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Quelle: André Kempner
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Sie sind beliebt bei Erholungssuchenden: der Clara-Zetkin-Park und der Johannapark. Doch der Nutzungsdruck durch die Leipziger ist groß. Deshalb will der Stadt weiterhin behutsame Anpassungen vornehmen. Befördert wird dies durch zusätzliches Geld aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Durch die Parks schlendert auch der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) gern. Am Freitag hatte er sogar einen Fördermittelbescheid von 1,1 Millionen Euro dabei. Das Geld kann in bestehende öffentliche Grünflächen in Leipzig investiert werden.

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (2.v.l.) übergibt im Johannapark den Fördermittelbescheid. Frank Amey, Rüdiger Dittmar und Jens Lehmann (v.l.) freuen sich für Leipzig. Quelle: André Kempner

„Die grünen Lungen der Stadt spenden nicht nur Schatten und Sauerstoff, sondern bieten Erholung. Daher gilt es, die Grünflächen und Parks auch für die Zukunft fit zu machen und an das veränderte Klima anzupassen“, sagte er. Das Geld kommt zu jenen 2,2 Millionen Euro hinzu, die der Freistaat bis 2021 zugesagt und seit dem Vorjahr auch schon ausgereicht hat. So konnten beispielsweise die künstlerische Gestaltung des Herzliyaplatzes umgesetzt sowie verschiedene Wege im Umfeld des Glashauses wiederhergestellt werden. Die Stadt selbst muss den gesamten Betrag mit 1,1 Millionen Euro kofinanzieren.

Grüne Dächer für LWB-Häuser

Die Fördermittel fließen in ein rund 142 Hektar großes Gebiet zwischen Auwald und Promenadengrün. „Urbanes Grün macht unsere Städte attraktiver, lebendiger und hat eine beruhigende Wirkung. Zudem hilft es effektiv gegen die Überhitzung der angrenzenden Wohnquartiere“, sagte Frank Amey, Leiter des Amtes für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Deshalb sollen beispielsweise die Dächer der LWB-Häuser an der Manetstraße im Kolonnadenviertel begrünt und mit Solaranlagen ausgestattet werden. Eine Lösung soll aber auch für den stark frequentierten Fuß- und Radweg zwischen Neuem Rathaus und Friedrich-Ebert-Straße entlang des Plastikgartens gefunden werden. Dort kommt es immer wieder zu Konflikten. Eine Idee wäre es, den Radverkehr durch die Manetstraße umzulenken und diese dafür fit zu machen.

Teiche im Johannapark werden saniert

Mit dem zusätzlichen Geld will die Stadt aber auch die Teiche im Johannapark sanieren. Auch jener mit der Fontäne an der Anton-Bruckner-Allee kommt dran. Die Sanierung des Brunnengartens und der Uferterrasse im Richard-Wagner-Hain hat bereits begonnen. Die Spielplätze am Rennbahnweg und im Palmengarten werden ebenfalls neu geplant und saniert. „Es ist das erste investive Bund-Länder-Programm, mit dem vorrangig die grün-blaue Infrastruktur aufgewertet werden kann“, betonte Rüdiger Dittmar, der Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer. Und hofft, dass es in den nächsten Jahren fortgesetzt werden kann. „Uns ist es wichtig, unser Stadtgrün an den Klimawandel und den erhöhten Nutzungsdruck anzupassen sowie die biologische Vielfalt zu fördern.“ Das trage dazu bei, die Lebensqualität in Leipzig zu verbessern.

Von Mathias Orbeck