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Lokales Gutenberg-Preis für „Fonts for Freedom“
Leipzig Lokales Gutenberg-Preis für „Fonts for Freedom“
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15:14 30.05.2019
Matthias Spielkamp und Silvy Ahrens-Urbanek erhielten von Oberbürgermeister Burkhard Jung (von links) für die Initiative „Fonts for Freedom“ den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig. Quelle: Foto: Christian Modla
Leipzig

Erstmals in der sechzigjährigen Geschichte des Gutenberg-Preises der Stadt Leipzig ist keine Person geehrt worden, sondern eine Initiative. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) übergab die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittwochabend im Deutschen Buch- und Schriftmuseum an Vertreter von „Fonts for Freedom“ der Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“.

„Fonts for Freedom“ sammelt und dokumentiert weltweit Schriftarten verbotener Tageszeitungen und lässt sie zur Nachnutzung im Internet aufbereiten. Anlässlich der Preisverleihung zeigt das Buch- und Schriftmuseum seit Donnerstag eine Ausstellung zu den Aktivitäten der Initiative. Eigens für die bis Ende des Jahres laufende Ausstellung lässt „Reporter ohne Grenzen“ eine Zeitung herstellen, in der Aktionen von „Fonts for Freedom“ erläutert und historisch eingebettet werden. Besucher können diese Zeitung mitnehmen und so zur Verbreitung der Idee beitragen.

Politische Dimension von Typographie

Mit der speziellen Ehrung wolle die Buchstadt Leipzig im 30. Jahr nach der friedlichen Revolution und zum 60. Jahrestag der Preisverleihung auf die politische Dimension der Typographie hinweisen, erklärte das Kuratorium unter Leitung von Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke). MDR-Intendantin Karola Wille würdigte in ihrer Laudatio, die Idee des Projekts sei „so simpel wie genial“ und überzeuge mit ihrer „bestechenden Eindeutigkeit“. „Fonts for Freedom“ zeige plakativ und prägnant, was durch Verbote unsichtbar gemacht worden sei und nun fehle: „Das freie Wort, die freie Äußerung und der freie Austausch von Meinungen, die unabdingbar zu einer lebendigen Demokratie gehören“, sagte Wille.

Medienfreiheit sei immer auch ein Gradmesser für den inneren Zustand demokratischer Gesellschaften, erklärte Wille weiter. Wenn Journalisten auch in Deutschland Hass und Gewalt entgegenschlügen, sei das Anlass zur Besorgnis. „Wo die Vielstimmigkeit einer Gesellschaft eingeschränkt und schließlich zum Erstummen gebracht wird, kann die Demokratie nicht überleben“, sagte die Intendantin und betonte: „Dies mit der Typographie, dem Erbe Gutenbergs, in unser Bewusstsein zu rücken, ist ein großer Verdienst von ‚Fonts for Freedom’.“

Von LVZ

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