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Halloween in Corona-Zeiten: Sollten Kinder trotzdem von Haus zu Haus ziehen? Das sagen Leipziger Eltern

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16:05 29.10.2020
Anne Brügmann, Franziska Busch und Daniel Schmidt erzählen, wie sie zu Halloween-Umzügen in Corona-Zeiten stehen. Quelle: André Kempner
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Süßes oder Saures – normalerweise erschallt dieser Ruf am 31. Oktober an zahlreichen Haustüren. Wird Halloween in Corona-Zeiten anders aussehen? LVZ Familie wollte von Eltern wissen, ob sie ihre Kinder auch in diesem Jahr losziehen lassen.

Für Anne Brügmann geht Sicherheit vor. Quelle: André Kempner

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Anne Brügmann, 36, Redaktionsassistentin aus Zentrum-Süd: „Ich würde mein Kind – wenn es schon größer wäre – nicht von Haus zu Haus ziehen lassen. Der direkte Kontakt zu anderen Menschen wäre mir dabei einfach zu gefährlich; Sicherheit geht vor. Ansonsten würde ich mich diesem Thema aber nicht verschließen. Wenn in der Kita Halloween gefeiert wird, dann ist das in Ordnung.“

Patrizia Köhler erlaubt in diesem Jahr das übliche Herumziehen an Halloween nicht. Quelle: André Kempner

Patrizia Köhler, 23, Reinigungsfachkraft aus Eutritzsch: „Ich will meine Tochter schützen und erlaube deshalb das übliche Herumziehen am Halloween-Abend nicht, auch wenn ein Erwachsener mitkommen würde. Und das versteht sie auch. Schließlich werden an so einem Tag etliche Klingelknöpfe gedrückt und man kommt Menschen auch mal sehr nah. Das muss einfach nicht sein.

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Franziska Busch findet, dass sich Abstände gut einhalten lassen. Quelle: André Kempner

Franziska Busch, 31, Intensivmedizinerin aus der Südvorstadt: „Allein würde ich kleine Kinder keinesfalls losziehen lassen. Allerdings ist das Thema noch nicht aktuell, mein Nachwuchs ist noch zu klein. Im Fall des Falles kann man jedoch Abstände gut einhalten, von daher hätte ich nichts gegen Halloween-Umzüge. Denn die macht man ja nicht mit 20 Leuten. Man muss einfach damit rechnen, dass sich ein paar Türen weniger also sonst öffnen.“

Daniel Schmidt findet, dass Kinder in Zeiten einer Pandemie nicht noch durch die Straße ziehen müssen. Quelle: André Kempner

Daniel Schmidt, 34, Prozessingenieur aus dem Zentrum-Süd: „Kinder müssen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht noch durch die Straße ziehen. Ohnehin halte ich generell nicht viel von diesem Brauch. Aber gerade jetzt sollte man so etwas vermeiden. Ansonsten stört mich das Herumgeistern von Kindern nicht. Allerdings halten wir selbst keine Süßigkeiten bereit, man kann ja auch mal die Klingel abstellen.“

Von Bert Endruszeit