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Halloween zu Hause? Drei Tipps für einen gruseligen Samstag

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12:43 30.10.2020
Gruselig verkleidet: Wie wäre es an Halloween mit einem gruseligen Foto-Shooting? Quelle: Arne Dedert/dpa
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Leipzig

Für viele Kinder ist es inzwischen ein Höhepunkt des Jahres: die Süßigkeitenjagd an Halloween. Aber ziehen sie auch in der Corona-Krise von Haus zu Haus? Viele Politiker und Experten haben eine klare Meinung zu dem Gruselfest am 31. Oktober.

Zwar betonte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) im Gespräch mit Leipzig Fernsehen am Dienstag, dass es trotz des überschrittenen Schwellenwerts von 35 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in einer Woche keine gesonderten Regelungen für die Halloween-Kinder geben wird. Das Stadtoberhaupt warnte jedoch: „Wir sollten dieses Jahr darauf verzichten. Lasst es!“

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„Die ganz klare Empfehlung ist, den Brauch in diesem Jahr ausfallen zu lassen“, sagt auch Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Um die Kinder trotzdem nicht zu enttäuschen, suchen Eltern nach Alternativen.

Damit das Halloween-Gruseln für Kinder nicht zum echten Horrorerlebnis wird, empfehlen Experten, nur altersgerechte Filme anzuschauen. Quelle: Sophia Reddig/dpa

Kein „Süßes oder Saures“! Was dann?

Ganz verzichten müssen die Kinder aber nicht auf den Spaß an Halloween. Gerade kleine Kinder kann man auch gut zu Hause bespaßen. Zum Beispiel: Die Kinder verkleiden sich, klopfen dann an die Tür der Eltern und bekommen Süßigkeiten. Familien müssen in diesem Jahr einfach kreativ werden. LVZ Familie hat ein paar Tipps gesammelt:

Verkleiden für ein gruseliges Foto-Shooting: Kinder können sich zu Hause kostümieren und die Fotos dann als gruseligen Gruß an Freundinnen und Freunde schicken. Auch lustig: Freunde oder Familie verkleidet und geschminkt per Video-Chat anrufen und erschrecken.

Eine Süßigkeiten-Schatzsuche: Auf Süßigkeiten oder andere leckere Snacks müssen Kinder auch ohne den Gang von Tür zu Tür nicht unbedingt verzichten. Eltern können beispielsweise welche in der Wohnung oder im Garten verstecken – ähnlich wie bei der Ostereiersuche. Am meisten Spaß macht das nach Einbruch der Dunkelheit. Dann können sich die kleinen Grusel-Fans mit einer Taschenlampe auf Schatzsuche begeben. Die Schatzsuche lässt sich auch mit einem gruseligen Spaziergang verbinden – etwa zu einem alten, verlassenen Gebäude in der Nachbarschaft, in menschenleere Hinterhöfe oder das nahe Waldstück.

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Ein gruseliger Film-Nachmittag oder -Abend: Wer es lieber gemütlich mag, kann die Süßigkeiten auch auf dem Sofa naschen und dabei einen gruseligen Film schauen. Ein bisschen unheimlich darf der auch für Kinder schon sein, aber Eltern sollten natürlich auch auf das Alter und die Empfindsamkeit ihres Nachwuchses Rücksicht nehmen. Alpträume will ja hinterher niemand haben. Denn mit Grusel und Spannung geht jedes Kind unterschiedlich um, erklären Pädagogen auf der Website flimmo.de, einem Angebot des Vereins Programmberatung für Eltern, der konkrete Orientierungshilfen bei der Fernseherziehung anbietet. Eltern sollten deswegen auf eine zum Alter passende Auswahl achten. Die Experten haben speziell zu Halloween Filme und Serien altersgruppengerecht zusammengestellt, darunter Angebote aus dem TV-Programm und von Streaming-Anbietern.

Gemeinsame Halloween-Projekte: Wer den ganzen Samstag in Familie hat, ganz ohne Süßigkeiten-Tour durch die Nachbarschaft und Halloween-Feiern, der kann die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen. Wie wäre es etwa mit einer selbst geschnitzten Kürbisfratze? Eventuell sogar den kotzenden Kürbis vom Blog „Wunderweib“? Oder versuchen Sie sich gemeinsam am „Gugelhupf Tricolore“ mit Kürbis der Food-Bloggerin Mareike Pucka: der perfekte Kuchen für die herbstliche Kaffeetafel. Mit ein paar Zuckeraugen wird er fix zu einem lustigen Halloweenkuchen umfunktioniert. Wer es lieber klassisch möchte, lässt die Augen einfach weg.

Mit Kürbispüree und Schokolade wird der Gugelhupf herbstlich bunt. Quelle: Mareike Pucka/biskuitwerkstatt.de/dpa

Rezept: Gugelhupf Tricolore mit Kürbis

Zutaten für eine Gugelhupfform oder eine Frankfurter-Kranz-Form mit 26 cm Durchmesser:

Für den Teig: 250 g zimmerwarme Butter, 250 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 5 Eier, 150 ml Sahne, 300 g Mehl, 3 TL Backpulver. Für den Schokoteig: 150 g Zartbitterschokolade. Für den Kürbisteig: 200 g Kürbispüree, 1 Messerspitze Zimt. Für den Guss/Dekoration: 350 g Vollmilchkuvertüre; Zuckeraugen

Zubereitung: Den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Die Backform ausfetten. Die Zartbitterschokolade grob hacken, in eine Metallschüssel geben und über dem heißen Wasserbad langsam schmelzen. Butter, Zucker und Vanillezucker in eine Rührschüssel geben und schaumig aufschlagen. Die Eier hinzufügen und weiter schlagen, bis die Masse dicklich und hell wird. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Sahne in die Rührschüssel geben. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Damit drei gleiche Teigteile herauskommen, den Teig wiegen und dann durch drei teilen. Bei mir waren es 1230 g Teig – also 410 g pro Teig. Den ersten Teig natürlich lassen. In die zweite Teigschüssel die geschmolzene Schokolade geben und unterrühren. In die dritte Teigschüssel Kürbispüree und Zimt geben und unterrühren. Wer kein fertiges Kürbispüree hat, schneidet einfach einen Hokkaidokürbis in Spalten, röstet sie im Backofen weich und püriert sie dann. Alle drei Teigsorten abwechselnd in die gefettete Form geben und zum Schluss mit einer Gabel verrühren, bis ein schöner Marmoreffekt entsteht. Im vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Den Kuchen auf einem Gitter auskühlen lassen. Nach circa 15 Minuten aus der Form stürzen. Kuchen auskühlen lassen. Die Vollmilchkuvertüre ebenfalls über dem heißen Wasserbad schmelzen und über den Kuchen gießen. Die Zuckeraugen anbringen. Die Schokolade erkalten lassen.

Mehr Rezepte unter www.biskuitwerkstatt.de.

Von Thomas Bothe