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Lokales Hitze-Intermezzo in Leipzig mit Temperaturen um 30 Grad
Leipzig Lokales Hitze-Intermezzo in Leipzig mit Temperaturen um 30 Grad
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14:49 20.07.2016
Blauer Himmel, beste Sommer-Aussicht über Leipzig vom Turm der Thomaskirche am 20. Juli 2016.
Blauer Himmel, beste Sommer-Aussicht über Leipzig vom Turm der Thomaskirche am 20. Juli 2016.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Blau leuchtet der Himmel über den Dächern Leipzigs, zum Greifen nah ist das Grün des Auwalds. Ein Tag so luftig wie ein Erdbeer-Baiser, gemacht für einen Barfuß-Nachmittag im Park, mit kühlendem Eis im Bauch und Flausen im Kopf. Was macht es da schon, dass das Thermometer gerade mal läppische 30 Grad erreichen wird. Jetzt ist der Sommer, und er will geliebt werden, denn er gibt weiterhin nur glänzende Gastspiele in Leipzig.

So schön sieht Leipzig an einem Sommertag aus! Den besten Blick und neue Perspektiven sicherte sich unser Fotograf Dirk Knofe vom Turm der Thomaskirche, vom Rathausturm und vom Panorama-Hochhaus in der City. Sehen und genießen...

Der heißeste Tag in diesem Sommer? Meteorologe Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig scrollt durch die Statistik. „Das war der 24. Juni mit 33,3 Grad an der Messstation in Holzhausen“, sagt er. Nein, höher wird das Quecksilber wohl nicht steigen in den nächsten Tagen. „Den Mittwoch sollte man nutzen, denn danach wird das Wetter in Leipzig wieder sehr wechselhaft“, sagt Voigt.

Aus dem Südwesten Frankreichs weht feucht-warme Luft in die Gefilde der Region. Zwar bleibt es warm bei 25 bis 30 Grad, doch gerade nachmittags können sich schon am Donnerstag wieder örtlich Gewitter entladen. Der Sonnenschirm wird vielerorts wieder schnell zum Regenschutz, denn lokal sind sogar Starkregen oder Hagel möglich – das Bild der vergangenen Wochen.

Und wenn es regnet, dann schüttet es richtig: An diesem Eindruck ist was dran. So fielen im Juni in Leipzig gut 86 Liter Regen pro Quadratmeter, rund ein Drittel mehr als im langjährigen Mittel, einer Messperiode von 1961 bis 1991. Im Juli sind mit Stichtag 20.7. erst 19,8 Liter Regen gemessen worden, doch ob der Monat als eher trocken in die Annalen eingehen wird, dazu ist keine Prognose möglich: Die Wetterextreme werden häufiger, können die Statistik innerhalb von Tagen umkrempeln, erklärt Voigt.

Doch wen stört das schon an einem Tag, an dem die Aussicht so klar ist wie das Wasser am Kulkwitzer See. Und wenn sich bis zum Wochenende der Himmel verhängt, dann fährt man am besten ein wenig weiter, in Richtung Dresden und Oberlausitz: Ein trockener Wind aus Osten beschert der Region nämlich sonniges Wetter. Die Sonnenbrille darf auf der Nase bleiben.

Von Evelyn ter Vehn