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Lokales Idee für Kongress-Zentrum über der Leipziger Nationalbibliothek
Leipzig Lokales Idee für Kongress-Zentrum über der Leipziger Nationalbibliothek
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09:32 22.03.2019
Die Büchertürme der Deutschen Nationalbibliothek könnten durch eine Aufstockung ein kleines Veranstaltungszentrum in 55 Metern Höhe erhalten. Quelle: Entwurf: Thomas Hille/klm
Leipzig

Er hat es wieder getan – diesmal als Architekturbeitrag zur Leipziger Buchmesse 2019. Thomas Hille, der Leiter der Entwurfsabteilung beim renommierten Architekturbüro klm, tüftelt in seiner Freizeit Ideen für Gebäude oder Flächen aus, die nach landläufiger Meinung gar nicht für eine Veränderung zur Verfügung stehen. Denen nach seiner Meinung aber eine Veränderung gut tun würde.

“Dieser Erweiterungsbau gleicht einem Silo“

Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig entstand ab 1914 in mehreren Abschnitten. 1982 wurde die dritte Erweiterung eingeweiht – der Magazinturm für fünf Millionen Bücher. „Dieser Erweiterungsbau gleicht einem Silo, er wurde fensterlos in Stahlbeton errichtet. Um den Kern sind fünf quadratische Grundrisseinheiten angeordnet, die bis zu 14 Etagen hoch baugleich übereinander gestapelt wurden“, beschreibt der Architekt die Ausgangslage. Zu DDR-Zeiten sei der Bücherturm als Abschluss für die Straße des 18. Oktober mit ihren Wohnhochhäusern gedacht gewesen. „Jedoch erscheint er heute wie ein unvollendetes Bauwerk innerhalb der Stadt und passt in seiner Anmutung in stadtferne Industriegebiete. Dabei könnte die Höhe und Präsenz das Bauwerk zu einem Wahrzeichen der Deutschen Nationalbibliothek anheben.“

Das Konzept des Leipziger Architekten Thomas Hille vom renommierten Büro klm im Detail. Quelle: klm Architekten

Die Stahlbetonkonstruktion lasse es statisch zu, den Turm mit verschieden hohen Bauwerken aufzustocken. Durch ein autarkes Erschließungssystem für die Aufstockung – bestehend aus Sicherheitstreppenhaus und Aufzugsgruppe – bliebe die innere Nutzung als Büchermagazin uneingeschränkt erhalten – auch während der Bauphase. Am Fuß schwebt ihm ein großzügiges Foyer in Richtung Semmelweisstraße vor: So könnte die dortige Restgrünfläche den Charakter eines Vorplatzes zum Eingang eines kleinen Konferenzzentrums der Nationalbibliothek in 55 Metern Höhe bilden.

Schwesterbibliothek hat bereits ein solches Zentrum

„Dass so ein Zentrum funktioniert, zeigt die Schwesterbibliothek in Frankfurt am Main, wo je nach Bestuhlung Veranstaltungen von 160 bis zu 300 Personen stattfinden.“ Aus der Aufstockung ließe sich auf die Silhouette Leipzigs blicken. „Die Fernwirkung zeigt eine Landmarke, welche die Souveränität der Bücherstadt Leipzig darstellt – und das nicht nur jedes Jahr im März.“

Von Jens Rometsch

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