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Lokales 180 qm groß: Leipziger Sankt Alexis zeigt erstmals restaurierte Ikonenwand
Leipzig Lokales 180 qm groß: Leipziger Sankt Alexis zeigt erstmals restaurierte Ikonenwand
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15:55 18.11.2018
Russische Gedächtniskirche Leipzig: Lithurgie und Einweihung der Ikonenwand mit Erzbischof Tichon von Podolsk, Vorsteher der Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Bis zum letzten Moment fanden noch abschließende Handgriffe statt: Mit einem Gottesdienst ist die mehr als hundert Jahre alte Ikonenwand in der Russischen Gedächtniskirche Leipzig am Sonntag eingeweiht worden.

Drei Jahre seien von der Planung bis zur Fertigstellung vergangen, sagte Erzpriester Alexej Tomjuk. “Dazu gehörte viel mehr als die reine Reparatur einzelner Teile.“ Pläne mussten erarbeitet, Experten zurate gezogen werden - darunter Kunsthistoriker, Statiker und die Denkmalpflege. “Das war auch ein Forschungsprojekt“, so Tomjuk.

Durch Spenden finanziert

Besonders schwierig war den Angaben nach der Rahmen, der die Ikonen umfasst. Teilweise aus Silber, teilweise aus Buntmetall, habe für die Restauratoren auch der Umgang mit den richtigen Materialien eine wichtige Rolle gespielt.

Am Sonntag ist die Ikonenwand der Leipziger Gedächtniskirche eingeweiht worden – nach erstmaliger Restaurierung aller 78 Ikonen.

Die Kosten für das gesamte Projekt beliefen sich laut Tomjuk auf etwa 300.000 Euro. Finanziert wurden die Arbeiten durch Mittel vom Bund und dem Land Sachsen. Aber auch die Gemeinde habe etwa 65.000 Euro gesammelt. Spenden kamen etwa von Privatpersonen aus Leipzig und aus Moskau sowie dem Verein Kunstretter. Dessen Vorstand Oliver Tietze leitete die Arbeiten an den Ikonen.

Studenten zu Gast

Unterstützt wurde Tietze unter anderen von Studenten des Moskauer Kunstinstituts Surikov. Sie waren im Oktober 2017 in Leipzig zu Gast. Um den Studienaufenthalt zu finanzieren, hatte der Verein mittels Crowdfunding Geld gesammelt. 38 Ikonen waren so bis Ende 2017 fertiggestellt worden. Der Rest folgte in diesem Jahr.

Projektkoordinatorin Brigitte Kempe-Stecher, die Leipziger Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, lobte während der Liturgie die länderübergreifende Kooperation: „Die Arbeit von russischen und deutschen Restauratoren war großartig. Jeder hat sein Spezialwissen eingebracht.“ Von einem „Symbol für gelebte religiöse Toleranz“ sprach Stadtrat Siegfried Schlegel. Mit ihrem kleinen Sohn Alexander auf dem Arm stand Maryana Piskum derweil vor der Ikonenwand: „Die Bilder schauen auf mich. Ich kann mit ihnen sprechen, meine Gedanken mitteilen.“

Die Gedächtniskirche sei nicht nur offen für die mehr als 500 zählenden Gläubigen der russisch-orthodoxen Gemeinde. Alle, die den Bau bis jetzt nur von außen kennen, sollten kommen und den Raum mit seiner Ausstrahlung erleben, sagt sie.

Die Russisch-Orthodoxe Kirche Sankt Alexis war im Jahr 1913 zu Ehren der in der Völkerschlacht gefallenen Soldaten gebaut worden. Bis heute wird die Kirche durch die russisch-orthodoxe Gemeinde Leipzigs genutzt. Die 18 Meter hohe und 10 Meter breite Ikonenwand gilt als eine der größten außerhalb Russlands. Die Restaurierung in ihrer Gänze erfolgte erstmals seit der Einweihung des Gotteshauses.

Von jhz/I.H./dpa

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