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Lokales Im Pfarrhaus wohnt bald wieder ein Pfarrer
Leipzig Lokales Im Pfarrhaus wohnt bald wieder ein Pfarrer
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15:03 21.07.2019
Klein, aber fein: die Kirche in Liebertwolkwitz. Hier residiert dem-nächst wieder ein Pfarrer.
Leipzig

Für die evangelisch-lutherischen Christen in Liebertwolkwitz und Holzhausen ist Land in Sicht. Sie bekommen etwas mehr als drei Jahre nach dem Weggang von Christiane Thiel, die 2016 Studierendenseelsorgerin an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg wurde, einen neuen Pfarrer. Wann genau Christian Wedow in den Leipziger Südosten wechselt, steht allerdings noch nicht fest. Der 36-jährige promovierte Theologe, gegenwärtig im erzgebirgischen Stollberg aktiv, rechnet mit November/Dezember. Die Messestadt kennt er durch sein Vikariat. „Meine Familie und ich freuen uns darauf, gemeinsam mit vielen Menschen unseren Glauben einladend zu leben und Gemeinde zu bauen. Liebertwolkwitz und Holzhausen sind Standorte, die in wunderbarer Weise Stadt und ein Leben im Grünen miteinander verbinden. Wir sind dankbar für diese Möglichkeit“, sagt der Vater zweier Kinder im Kita-Alter, der hauptsächlich in Rostock studierte. Neben der Theologie hat Wedow ein Faible für die Germanistik, baute in diesem Fach seinen Master. Die wissenschaftlichen Studien zogen ihn einst vorübergehend nach Gent/Belgien, Uppsala/Schweden und ans IEG – Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz. Seit fünf Jahren ist der gebürtige Mecklenburger Pfarrer in Stollberg. Weil seine Frau, die als OP-Schwester arbeitet, eine berufliche Veränderung anstrebt, bricht er im Erzgebirge vorfristig seine Zelte ab. Und bezieht in Bälde das Pfarrhaus in Liebertwolkwitz.

Die Kirchenvorstände schnell überzeugt

Dass neben ihrer kleinen Kirche demnächst wieder eine Pfarrersfamilie wohnt, freut die „Wolkser“ sehr. Wedows Vorgängerin hatte in Holzhausen gelebt. In der Kirche Zuckelhausen hatte der neue Seelsorger am letzten Juni-Wochenende seine Vorstellungsabendandacht geleitet – und sich hinterher mit den Kirchenvorständen aus Liebertwolkwitz und Holzhausen zum Gespräch getroffen. „Er hat uns schnell überzeugt“, erzählt Christoph Pertzsch, seit 2014 Kirchenvorstand der Liebertwolkwitzer Protestanten. Dass der Neue in den Gottesdiensten den Mittelpunkt des Gemeindelebens sieht, dass ihm seelsorgerische Gespräche und eine verlässliche Erreichbarkeit wichtig sind, ist bei den Liebertwolkwitzern und Holzhausenern gut angekommen. Für sie endet mit Wedows Wechsel nach Leipzig „eine Zeit, die nicht immer leicht war“, wie der 45-jährige Wirtschaftsinformatiker Pertzsch sagt. Von 2016 bis 2018 übernahm Pfarrerin Bettine Reichelt die Vakanz-Vertretung, seither springt Pfarrerin Birgit Silberbach ein, die im Kirchspiel im Leipziger Osten eigentlich für den Seelsorgebereich Baalsdorf-Mölkau und Neu-Paunsdorf zuständig ist. „Unsere Ehrenamtlichen in den verschiedenen Gemeindegruppen kriechen nach den drei Jahren ohne eigene Pfarrerin beziehungsweise eigenen Pfarrer allmählich auf dem Zahnfleisch“, konstatiert Pertzsch, „sie benötigen neuen Input, geistliche Impulse. Nennen wir es seelsorgerische Zurüstung.“

Die Zukunft liegt in der Region III

Dass die Pfarrstelle für Liebertwolkwitz/Holzhausen, die zu 30 Prozent Religionsunterricht an Schulen beinhaltet, von der Landeskirche Sachsen zwei Jahre lang gar nicht ausgeschrieben worden war, lag an der anstehenden Strukturreform für die Evangelisch-Lutherischen im Freistaat, die ab 2020 unter anderem aus den mehr als 40 Gemeinden im Kirchenbezirk Leipzig neun Regionen werden lässt. Die Schwesterngemeinden Liebertwolkwitz/Holzhausen finden sich künftig in Region III wieder, müssen sich mit dem städtischen Kirchspiel im Leipziger Osten sowie mit der ebenfalls eher ländlichen Gemeinde Engelsdorf-Sommerfeld-Hirschfeld verbünden. Den dann rund 7000 protestantischen Christen am östlichen/südöstlichen Rand der Stadt stehen 3,5 Pfarrstellen zu.

Von Dominic Welters

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