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Lokales Immer mehr Einwohner kaufen eigene Immobilien – aus gutem Grund
Leipzig Lokales Immer mehr Einwohner kaufen eigene Immobilien – aus gutem Grund
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11:42 02.11.2018
Im Sonnenpark Probstheida beginnt gerade ein Bau­abschnitt mit 250 Wohnungen und 50 Eigenheimen. Zu dem Projekt gehört dieser Mehr­geschosser mit Seniorenapartments, die auch als Eigen­tumswohnungen angeboten werden. Quelle: Entwurf: Stefan Palla, Verena Unterberger
Leipzig

Die Preise für Eigenheim-Baugrundstücke in Leipzig haben sich im vergangenen Jahr um 20 Prozent verteuert. Im Schnitt kostet der Quadratmeter Land jetzt 161 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es nur 100 Euro. Ähnlich verlief die Entwicklung bei frisch sanierten Eigentumswohnungen, die 2011 in Leipzigs Top-Lagen wie dem Waldstraßenviertel noch für maximal 2700 Euro pro Quadratmeter zu erstehen waren. Im vergangenen Jahr lag der stadtweite Mittelwert für solche Quartiere bei 3335 Euro. Bei Neubauten wurden oft sogar über 4000 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Das alles geht aus den Kaufverträgen hervor, die der Leipziger Gutachterausschuss neutral auswertet.

Dennoch – oder gerade wegen dieser Preisspirale – raten Fachleute zu den eigenen vier Wänden. „Im Vergleich zu westdeutschen Städten oder auch zu Dresden und Jena sind Eigenheim-Grundstücke in Leipzig noch immer ungewöhnlich groß und preiswert“, sagt Matthias Kredt, der Leiter des Gutachterausschusses. Das Problem sei eher, etwas Passendes zu finden. In den letzten Jahren sei das Angebot an Flächen für potenzielle Häuslebauer in der stark wachsenden Messestadt geschrumpft. Auch, weil in den citynahen Lagen längst keine sogenannten Stadthäuser (für nur eine Familie) mehr gebaut würden, sondern große Mehrgeschosser.

Inzwischen sind in den weiter draußen liegenden Gebieten aber wieder Projekte für neue Eigenheim-Siedlungen angelaufen: so in Seehausen, Lausen, neben der Thomas-Müntzer-Siedlung in Knauthain, an der Brauereistraße in Kleinzschocher sowie im Sonnenpark Probstheida.

„Wohnungsmieten haben die Angewohnheit, im Laufe der Zeit immer weiter zu steigen“, sagt Andreas Köngeter, Chef eines renommierten Maklerbüros in der Lampestraße. Wer Eigentum zur Selbstnutzung erwirbt, der schreibe damit im Grunde seine aktuelle Miethöhe für alle Zukunft fest, werde zugleich unabhängig von Vermietern oder Genossenschaftsvorständen. „Die Immobilie schützt vor Verarmung im Alter. Man baut damit ein Vermögen auf, das in der Regel wächst. Und bei Bedarf kann man das Haus flexibel wieder verkaufen oder verrenten.“

Laien sollten jedoch nicht nur nach den derzeit historisch niedrigen Kreditzinsen schauen, rät Eric Lindner vom Leipziger Eigentümerverband Haus&Grund. Außer den mindestens 25 Prozent Eigenkapital müsse noch ein finanzielles Polster für die Zukunft vorhanden sein – falls die Zinsen wieder klettern oder staatliche Zuschüsse wegfallen. Auch gebe es „versteckte Kostenfallen“ wie die Lage eines Objektes in einem der 15 Leipziger Sanierungsgebiete. Selbst bei „gebrauchten“ Wohnungen oder Eigenheimen empfiehlt Linder, sich vor dem Kauf umfassend beraten zu lassen. Zwar sei es richtig, dass die Preise im Wiederverkauf in den letzten zehn Jahren bei weitem nicht so stark zugelegt haben wie bei den Neubauten. Vorsicht sei aber geboten, wenn das künftige Heim noch vermietet ist oder Nachbarn von häufigen Streitigkeiten in einem Haus berichten.

Von Jens Rometsch

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