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Lokales Immer mehr Leipziger Grundschüler wollen aufs Gymnasium
Leipzig Lokales Immer mehr Leipziger Grundschüler wollen aufs Gymnasium
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17:38 13.03.2017
Die Anmeldezahlen an den Leipziger Gymnasien haben sich erhöht (Symbolbild). Quelle: dpa
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Leipzig

Für das kommende Schuljahr gibt es in Sachsen zum ersten Mal eine uneingeschränkte Wahlfreiheit beim Wechsel von der vierten in die fünfte Klasse. „Auch deshalb haben sich die Anmeldezahlen an den Leipziger Gymnasien erhöht“, berichtet Roman Schulz, der Sprecher der Bildungsagentur. Demnach haben sich im Bereich der Stadt insgesamt 1926 Schüler für das Gymnasium angemeldet, davon 1754 mit Bildungsempfehlung und 172 ohne. Letztere haben einen Anteil von rund zehn Prozent – bezogen auf die Gesamtanmeldungen an Gymnasien. Von einem Ansturm kann laut Schulz deshalb nicht die Rede sein. „Die Eltern sind sehr vernünftig mit der Bildungsempfehlung umgegangen“, hält der Sprecher fest.

Die meisten Anmeldungen verzeichnet das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Gohlis mit 284. Zu beachten ist allerdings, dass an dieser Einrichtung auch die Anmeldungen für das im Aufbau befindliche Gymnasium in der Telemannstraße erfolgten. Dieses wird derzeit als barrierefreies, viergeschossiges Schulgebäude aus Stahlbeton gebaut und soll voraussichtlich im kommenden Frühsommer fertig werden. Auf dem zweiten Platz liegt das Robert-Schumann-Gymnasium in Altlindenau (169 Anmeldungen), danach folgt das Humboldt-Gymnasium in Reudnitz-Thonberg (160).

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Bei den anderen Gymnasien stellt sich die Anmeldelage folgendermaßen dar: Hertz (64), Kepler (69), Brockhaus (64), Heisenberg (137), Gymnasium Engelsdorf (63), Klinger (94), Leibnitz (87), Thomas (88), Kant (140), Neue Nikolaischule (108), Reclam (152), Ostwald (90), Peters (83) sowie Schule an der Gorkistraße (74). Nicht aufgeführt ist das Sportgymnasium in der Marschnerstraße, das der Verantwortung des Freistaates Sachsen obliegt. Schulz: „Die Anmeldungen verteilen sich sehr unterschiedlich. An Schulen, die ihre Kapazitätsgrenze noch nicht erreicht haben, können Erstwünsche berücksichtigt werden. An denen, wo es Überbuchungen gibt, wird hingegen das Losverfahren entscheiden müssen.“ Angst bräuchte dennoch niemand haben. „Jedes Kind bekommt einen Platz in der Schule“, ist sich der Sprecher sicher.

An den Oberschulen (OS) haben sich insgesamt 1648 Viertklässler angemeldet. Begehrteste Einrichtung ist die Geschwister-Scholl-Schule in Liebertwolkwitz mit 98 Anmeldungen, dicht gefolgt von der 56. OS in Großzschocher mit nur einer weniger. Sehr gefragt sind zudem die Schule am Adler in der Antonienstraße (94 Anmeldungen) sowie die 35. OS in Gohlis und die Schule Mölkau in der Schulstraße (jeweils 93).

So sieht es bei den anderen Oberschulen aus: Nachbarschaftsschule (53), Pestalozzi (53), Schumann (23), Helmholtz (40), Schule Georg-Schwarz-Straße (49), 94. OS (81), Petrischule (41), 84. OS (56), Voigt (46), Wiedebach (85), Schule am Weißeplatz (76), Schule Wiederitzsch (44), 20. OS (45), 68. OS (91), Frege (80), 125. OS (66), Robeson (31), 16. OS (76), Sportoberschule (82) sowie Schule Paunsdorf (55). „Die Zahlen geben aber nur den reinen Anmeldestand wieder“, betont Schulz. „Wie viele Klassen an welcher Schule entstehen, ist noch offen.“

Von Matthias Klöppel