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Lokales Immobilienpreise in Leipzig erreichen neuen Höchststand
Leipzig Lokales Immobilienpreise in Leipzig erreichen neuen Höchststand
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08:03 12.04.2019
Luftbild vom Clara-Zetkin-Park / Johannapark in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig.

2018 haben die Immobilienpreise in Leipzig ihren Höhenflug fortgesetzt. „Egal in welches Teilsegment wir schauen – nie zuvor waren Grundstücke so teuer wie heute“, fasste Matthias Kredt am Donnerstag den Stand der Dinge zusammen. Er leitet den unabhängigen Gutachterausschuss in der Stadt Leipzig, dem alle Immobilienverkäufe (mit Ausnahme sogenannter Sharedeals) gemeldet werden müssen. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz mit 2,86 Milliarden Euro leicht über dem Wert von 2017. Allerdings ging die Zahl der Kauffälle in vielen Segmenten zurück, während die Preise überall weiter stiegen.

„In einzelnen Lagen haben sich die Preise erneut verdoppelt“

Am extremsten fiel die Verteuerung bei den Flächen aus, die sich für den Bau großer Mehrfamilienhäuser eignen. Der Durchschnittspreis kletterte hier auf 675 Euro pro Quadratmeter, 2017 lag der Vergleichswert noch bei 438 Euro, 2015 bei 174 Euro. „In einzelnen Lagen haben sich die Preise binnen eines Jahres erneut verdoppelt“, sagte Kredt. Freie Flächen für Geschossbauten seien nun in Leipzig halb so teuer wie in Berlin, aber doppelt so teuer wie in Dresden oder Dortmund.

30 Prozent des gesamten Jahresumsatzes in Leipzig entfielen wieder auf Eigentumswohnungen. Hier legten die Preise in frisch sanierten Altbauten um zehn Prozent auf durchschnittlich 4052 Euro pro Quadratmeter zu (ohne Stellplatzanteil). 95 Prozent der Käufer solcher Objekte stammten nicht aus Leipzig. Hingegen gingen die Eigentumswohnungen in Neubauten zu 36 Prozent an Einheimische. Auch da stiegen die Preise binnen eines Jahres um zehn Prozent auf nun im Mittel 4126 Euro pro Quadratmeter (mit Stellplatzanteil).

Bauland für Einfamilienhäuser binnen sieben Jahren doppelt so teuer

In sehr guten Lagen wie der August-Bebel-Straße würden jedoch auch schon mal 6000 Euro hingeblättert, so Gernot Weiß von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Er empfahl allen Interessenten einen Blick auf ältere Eigentumswohnungen, die 2018 im Wiederverkauf durchschnittlich 1644 Euro pro Quadratmeter kosteten. Das waren zwar zwölf Prozent mehr als im Jahr 2017, aber im bundesweiten Vergleich handele es sich um einen recht niedrigen Wert.

Bauland für Einfamilienhäuser verteuerte sich um 18 Prozent auf im Mittel 199 Euro pro Quadratmeter. Vor sieben Jahren lag der Preis halb so hoch. 2018 gab es so wenige Verkäufe wie noch nie: lediglich 93. „Flächen für Eigenheime gibt es in Leipzig eigentlich genug“, meinte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) dazu. „Doch manche Besitzer halten sie derzeit zurück, weil sie noch höhere Preise in zwei, drei Jahren erwarten.“

Von Jens Rometsch

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