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Lokales In Leipzigs Innenstadt führt an der Bratwurst kein Weg mehr vorbei
Leipzig Lokales In Leipzigs Innenstadt führt an der Bratwurst kein Weg mehr vorbei
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19:59 17.01.2016
Ambulanter Bratwursthändler in der Leipziger Innenstadt.
Ambulanter Bratwursthändler in der Leipziger Innenstadt. Quelle: Kempner
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Leipzig

Es gibt sie mit Senf, mit Ketchup oder einfach pur nur mit Brötchen: die Bratwurst, der Deutschen liebste Wurst. Sie darf auf keinem Grill fehlen, und dass man an ihr in Leipzig nicht vorbeikommt, dafür hat nun auch das Marktamt gesorgt.

Gleich an elf Stellen allein in der Innenstadt können in diesem Jahr mobile Bratwurstverkäufer ihre knusprigen Snacks feilbieten. Zuletzt wurden rund um den Markt gerade mal fünf Plätze bedient.

„Um der Vielzahl der Anfragen gerecht zu werden, werden die Standorte für mobilen Handel reglementiert und periodisch ausgeschrieben“, heißt es aus der Behörde von Marktamtsleiter Walter Ebert. „Dieser Zeitraum war abgelaufen.“ Und weil auch viele Baumaßnahmen in der Innenstadt beendet und ehemalige Standorte damit wieder verfügbar waren, schrieb die Stadtverwaltung die Lizenzen neu aus und verloste sie unter den Bewerbern.

Bei der Festlegung und Vergabe der elf angebotenen Standorte arbeitete das Marktamt eng mit dem Stadtplanungsamt und dem Rechtsamt zusammen.

Bei den Betreibern der Stände, die übrigens nicht nur Bratwürste verkaufen dürfen, sondern als „allgemein mobile Imbissstände“ im Rathaus geführt werden, handele es sich ausschließlich um Unternehmen aus Leipzig und der Region. Und von den Ständen haben nicht nur hungrige Innenstadtbesucher etwas, sondern auch die Kämmerei im Rathaus. Denn entsprechend der Sondernutzungssatzung müssen die Betreiber für jeden Tag 9,50 Euro pro Quadratmeter Standfläche berappen.

Dass durch die Straßen-Grillbetreiber die Hygiene und Lebensmittelsicherheit auf der Strecke bleiben, hält man im Marktamt für ausgeschlossen. „Sie werden natürlich durch die entsprechenden Stellen kontrolliert“, heißt es dort. Zudem seien die Zulassungen an Auflagen in punkto Hygiene und Erscheinungsbild gebunden. Auch die stationäre Gastronomie soll durch die Ausweitung des ambulanten Handels nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Mit der Begrenzung auf elf Standorte werde vielmehr ein Überangebot verhindert. Außerdem würde gerade der Bratwurstverkauf in der Innenstadt vorrangig durch den ambulanten Handel abgedeckt. „Wir sehen hier keine Konkurrenz zur innerstädtischen Gastronomie, sondern ein wichtiges, abgestimmtes Angebot „zwischendurch“ für Passanten, Leipziger und Besucher“, erklärt Ebert.

Von Klaus Staeubert