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Lokales Initiativen laden Obdachlose zum Essen in die Leipziger Innenstadt
Leipzig Lokales Initiativen laden Obdachlose zum Essen in die Leipziger Innenstadt
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11:31 03.09.2019
Auch ein Aspekt der Zivilgesellschaft: Obdachlose müssen in den Fokus gerückt werden, findet die Initiative Quernetzer. Quelle: dpa
Leipzig

Dokumentarfilme, Workshops und Planspiele – das Projekt Frei_Raum soll ein Fest für die Demokratie werden. Die Stiftung Friedliche Revolution wird es vom 6. September bis zum 9. Oktober auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz ausrichten, in Erinnerung an die Friedliche Revolution vor 30 Jahren. Die Veranstalter möchten sich mit dem Projekt aber auch der Gegenwart zuwenden, „ zur Stärkung der Zivilgesellschaft beitragen und diejenigen unterstützen, die sich für Pluralität, Empathie und Mitmenschlichkeit einsetzen“.

Am 11. September ist der Tag der Obdachlosen

Zu diesem großen Thema hatte sich auch die Leipziger Gruppe „Quernetzer“ eingeschaltet und bringt einen Aspekt auf die Tagesordnung, der zum anbrechenden Herbst an Relevanz gewinnt: die Obdachlosen. „Die kalte Jahreszeit beginnt und das Thema braucht mehr Gehör“, sagt dazu Michaela Klische von den „Quernetzern.“ Am 11. September ist der offizielle Tag der Obdachlosen. In Anlehnung daran wollen die „Quernetzer“ am Sonnabend, den 14. September auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz ein Festmahl geben, für Menschen mit und ohne Wohnung und mit Lebensmitteln, die aus Foodsharing-Kooperativen stammen. Das gemeinsame Kochen beginnt um 12 Uhr im Pavillon des Frei_Raum-Festivals.

Obdachlose sind Teil der Gesellschaft

Für die Aktion hat sich die Aktivistengruppe „Quernetzer“ wieder ihrem Kerngeschäft gewidmet und verschiedene Initiativen zusammen gebracht: die Arbeitsgruppe Recht auf Wohnen wird an dem Tag ebenso anwesend sein, wie der selbst verwaltete Obdachlosenverein Punkwerxxkammer, die Straßensozialarbeit für Erwachsene, der Hilfebus und Foodsharing-Kooperativen. Das Kochen sei eine Gelegenheit, mit den Obdachlosen ins Gespräch zu kommen und die Initiativen untereinander zu vernetzen. Gemeinsam für die Belange der obdachlosen Menschen einstehen, dazu wird am 14. September aufgerufen – unter anderem mit einer ganz konkreten Spendenbitte: Die Veranstalter nehmen Schlafsäcke entgegen. „Alles was wärmt, hilft“, sagt Benjamin Müller, der den Wohnungslosentreff Oase in der Nürnberger Straße leitet. 300 bis 500 Menschen, so schätzt er, leben in Leipzig mittlerweile auf der Straße.

Von Anna Flora Schade

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