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Lokales Mitteldeutsche S-Bahnen mit W-LAN ausgerüstet
Leipzig Lokales Mitteldeutsche S-Bahnen mit W-LAN ausgerüstet
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21:27 14.03.2019
Alle 80 Fahrzeuge der Mitteldeutschen S-Bahn sind jetzt mit WLAN ausgestattet. Zur Feier des Tages demonstrieren Henriette Hahn von der DB Regio Südost und Landrat Kai Emanuel (kl. Foto) die neuen Möglichkeiten. Quelle: Fotos: Dirk Knofe
Leipzig

In allen 80 Fahrzeugen des gesamten mitteldeutschen S-Bahn-Netzes steht Bahnfahrern ab sofort kostenfreies WLAN zur Verfügung. Reisende können auf ihrem Endgerät, wie zum Beispiel einem Smartphone, das bordeigene WLAN auswählen, erklären mit einem Klick ihre Zustimmung und surfen los.

Bereits seit Oktober 2018 gab es das kostenfreie Internet auf Strecken zwischen Halle, Leipzig, Bitterfeld, Dessau, Wittenberg und Magdeburg. In den vergangenen Monaten wurden weitere 51 Triebwagen technisch ausgerüstet, sodass es nun auch auf den Verbindungen S1, S3, S4, S5 bzw. S5X und S6, die durch die Stadt führen, WLAN gibt.

Vier Millionen Euro kostete die Umrüstung

Die technische Aufrüstung kostete vier Millionen Euro, wobei der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) für etwa zwei Drittel der Kosten aufkam, erklärt Kai Emanuel, Landrat des Landkreises Nordsachsen und Verbandsvorsitzender des ZVNL. Auch der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) beteiligte sich an den Kosten.

Auf den Strecken, auf denen es bereits seit Oktober WLAN gibt, verzeichne die Deutsche Bahn (DB) etwa 200 000 Sitzungen pro Monat, berichtet Louis Nell, IT-Referent der DB. Derzeit stünden pro Fahrgast und Tag 100 MB Datenvolumen zu Verfügung.

Henriette Hahn von der Deutschen Bahn und Kai Emanuel, Landrat des Landkreises Nordsachsen und Verbandsvorsitzender des ZVNL, testen das Netz. Quelle: Dirk Knofe

Fahrgäste verbrauchen im Schnitt 30 MB pro Sitzung

Sollte es in Zukunft noch mehr Zugriffe auf das WLAN in den S-Bahnen geben, könnte das Datenvolumen auf 50 MB pro Fahrgast und Tag begrenzt werden. „Durchschnittlich verbrauchen die Internetnutzer bisher aber nur 30 MB“, sagt Nell. Von daher komme das Internet in den Bahnen nicht an seine Belastungsgrenze.

Um die bestmögliche Verfügbarkeit zu garantieren, greift ein sogenanntes Multi-Provider System parallel auf die Mobilfunknetze unterschiedlicher Anbieter zu. Welche Bandbreite tatsächlich genutzt werden kann, hängt somit von der Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze entlang der befahrenen Strecke ab.

Internes Bordportal bietet Unterhaltung

Sollte die WLAN-Verbindung einmal nicht reichen, gibt es ein internes Bordportal, das aktuelle Streckeninfos oder Filme bietet. „Die Nutzung diese Angebots verbraucht nicht das pro Nutzer zur Verfügung gestellte Datenvolumen“, erklärt IT-Experte Nell.

Zusammen mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und dem urbanite-Stadtmagazin wurde das Programm „Bordinfo“ entwickelt. Wer in einer S-Bahn sitzt und im Browser „bordinfo.de“ eingibt, findet dort aktuelle Termine, Veranstaltungen und Nachrichten aus Mitteldeutschland.

Von Pia Siemer

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