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Lokales Jugendparlament macht Druck bei Fahrrad-Parkhaus in Leipzig
Leipzig Lokales Jugendparlament macht Druck bei Fahrrad-Parkhaus in Leipzig
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23:02 27.02.2019
Am Leipziger Hauptbahnhof ist eine Radstation dringend notwendig, meint das Jugendparlament. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Nach dem Start einer Online-Petition für den Bau eines Fahrrad-Parkhauses macht sich nun auch das Jugendparlament für das Thema stark. In einem Antrag an den Stadtrat fordern die Jungparlamentarier die Verwaltung auf, bis zum 4. Quartal 2023 eine Radstation mit mindestens 2000 Plätzen am oder im Leipziger Hauptbahnhof zu errichten. Zugleich schlagen sie einen Bürgerbeteiligungsprozess vor, in dem bis Ende kommenden Jahres der Bedarf und die Ansprüche der Leipziger für die weitere Projektplanung gesammelt werden sollen.

Stimmen zur Radstation – das sagen die Leipziger:

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In seinem Antrag verweist das Jugendparlament zum einen auf die hohe Raddiebstahl-Quote in der Stadt – zuletzt rund elf Prozent aller registrierten Straftaten – und zum anderen auf den hohen Bedarf, den das Verkehrs- und Tiefbauamt gegenüber der LVZ selbst eingeräumt hatte. „Eine Radstation bietet zumindest am Hauptbahnhof den nötigen Schutz. Außerdem verschönert sich das städtische Bild, wenn Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Räder ordentlich anzuschließen“, argumentieren die Antragsteller Sascha Kodytek und William Rambow. Der Leipziger Verkehr könne dadurch entlastet und die Attraktivität des Hauptbahnhofs speziell für Berufstätige und Touristen gesteigert werden.

Mehrheit der LVZ-User für Fahrrad-Parkhaus

Die Ende Januar gestartete Online-Petition zum Bau einer Radstation am Hauptbahnhof unterzeichneten bis Mittwoch bereits mehr als 1300 Unterstützer. Auch in einem Online-Voting von LVZ.de sprach sich eine Mehrheit dafür aus, dass am Leipziger Hauptbahnhof eine solche Abstellmöglichkeit geschaffen werden sollte. Das – nicht repräsentative – Voting hatte bis Mittwochabend (Stand 22 Uhr) rund 3600 Teilnehmer. 59 Prozent halten ein Fahrrad-Parkhaus für notwendig, 29 Prozent sind dagegen, 12 Prozent der User haben keine Meinung zum Thema.

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Die Gruppe um Petitions-Initiator Kodytek will sich mit dem Konzept für die Radstation auch für den sächsischen Fahrradpreis 2019 bewerben, der in diesem Jahr erstmals vom Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) vergeben wird. Die fahrradfreundlichste Kommune Sachsens erhält dabei 10.000 Euro Preisgeld. Kodytek hofft dadurch auf Rückenwind für die Parkhaus-Pläne. „Wir machen so darauf aufmerksam, dass Leipzig die erste sächsische Großstadt mit einer Radstation werden kann und hier eine Möglichkeit hat, Sicherheit für die Radler und Komfort für die Pendler und Touristen zu schaffen“, so der 22-Jährige.

Von Robert Nößler

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