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Lokales Kahdemann, einer der ältesten Mähdrescherfahrer Deutschlands
Leipzig Lokales Kahdemann, einer der ältesten Mähdrescherfahrer Deutschlands
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10:31 28.08.2019
Behält auch unter widrigen Umständen immer den Durchblick: Hilmar Kahdemann ist einer der ältesten Mähdrescherfahrer Deutschlands. Quelle: Leipzig Fernsehen
Leipzig/Eilenburg/Wurzen

„Seit 1975 bin ich jetzt auf den Feldern im Leipziger Umland unterwegs. In über 40 Jahren hat sich viel geändert.“ Hilmar Kahdemann sitzt auf seinem Mähdrescher und blickt auf das frisch abgeerntete Feld in der Nähe von Jesewitz bei Eilenburg (Landkreis Nordsachsen). Mit 82 Jahren ist er einer der ältesten Mähdrescherfahrer Deutschlands.

„Allem voran die Technik ist eine ganz andere als noch zu Beginn meiner Zeit.“ Durch die Wiedervereinigung sei viel modernisiert und Technik aus der DDR abgegeben worden. Doch die Liebe zum Mähdrescher ist geblieben: Mit jedem abgemähten Halm wurzelte sie tiefer.

Fahrten nach Thüringen

Torsten Klinge ist seit 20 Jahren der Chef Kahdemanns. „Er hat viele jüngere Leute aus der Region angelernt – inklusive mir.“ Der in Wurzen lebende Kahdemann sei außerdem sehr heimatverbunden, habe seine Region nie verlassen.

Außer für Fahrten nach Thüringen. „Ende der 70er-Jahre sind wir nachts um zwei oft nach Thüringen gefahren, um dort weiterzudreschen. Das war schon etwas Besonderes: Mit dem Mähdrescher über die Autobahn, oft nach langen Schichten“, erinnert sich Kahdemann. Über einen Berufswechsel hat der 82-Jährige nie nachgedacht: „Ich bin bei meinen Eltern mit der Landwirtschaft groß geworden und bin immer dabei geblieben.“

Sitzt seit mehr als 40 Jahren auf dem Bock: Hilmar Kahdemann, 82, Mähdrescherfahrer Quelle: Hendrik Schirner

Schwerer Abschied

Patrick Henschel ist selbstständiger Baugeräte- und Kranführer und kennt Kahdemann durch eine Auftragsarbeit. „Ich habe großen Respekt vor seiner Leistung. Hilmar ist eigentlich ein ruhiger, aber wenn man ihn ein bisschen besser kennt, auch sehr offener und netter Mensch.“

Wie lange soll es für Kahdemann noch weitergehen? „Eigentlich möchte ich nächstes Jahr endgültig in Rente gehen“, sagt der 82-Jährige. Eine kleine Hintertür hält er sich aber noch offen: „Vielleicht braucht mich der Chef ja doch noch einmal.“ Nach mehr als 40 Jahren fällt das Aufhören sichtlich schwer.

Von Hendrik Schirner

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