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Lokales Kampf dem Müll in Leipzig-Grünau
Leipzig Lokales Kampf dem Müll in Leipzig-Grünau
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10:01 21.03.2019
Selber sammeln hilft: Annekatrin Müller, Tochter Maria und Christian Schulze ärgern sich über den Müll in Grünau, suchen für ihre Sammelaktionen noch Helfer. Quelle: Foto: Dirk Knofe
Leipzig

„Mama, Müll!“ Diese wichtigen Worte kann die kleine, dreijährige Maria aus Grünau schon ganz gut – kein Wunder, denn ihre Mutter Annekatrin Müller hat sich der Verschönerung ihres Stadtteils verschrieben und rückt der Umweltverschmutzung seit ein paar Wochen mit Zange und blauem Sack zu Leibe. Und das alles in ihrer Freizeit.

„Tag für Tag laufen wir von der Karlsruher Straße zum Kindergarten, meine kleine Tochter und ich. Und jedes Mal wieder ärgern wir beide uns über die Unmengen an Schmutz, die auf den Wiesen und den Gehwegen liegen“, sagt die 34-jährige Bäckereifachverkäuferin. Irgendwann war das Maß voll und sie wandte sich an die Stadt, weil sie sich Unterstützung erhoffte. Die kam in Form von zehn Zangen und einem Stapel Müllsäcken, den Müller am liebsten an die ganze Nachbarschaft verteilt hätte.

Zwei Nachbarn halfen mit

Auf ihren Aufruf hin kamen am letzten Sonntag im Februar jedoch nicht so viele Nachbarn wie erhofft – nur eine Nachbarin nahm sich die Worte im Aushang zu Herzen und half. Müllers Mann Christian Schulze unterstützt seine Ehefrau mit viel Herzblut. „Als wir dann unten auf der großen Wiese gesammelt haben, sah uns ein Nachbar von gegenüber und schloss sich uns kurzerhand an. Das war ein schönes Gefühl, dass sich jemand angesprochen fühlt“, sagt der Informatiker. Und die kleine Tochter? Die macht fleißig mit. „Man muss das Umweltbewusstsein den Kindern vorleben. Wie sollen sie es denn sonst lernen?“, sagt der 39-Jährige.

Grünauer sollen aktiv werden

„Die Grünauer machen den Dreck in Grünau. Also sollten sie den auch wieder wegräumen“, so lautet die Überzeugung der dreiköpfigen Familie. Und der Dreck ist vielfältig – von Schnapsflaschen, Papier- oder Plastikverpackungen bis zu Unmengen an Hundehaufen wandert so allerhand in die Müllsäcke. „Es wäre schön, wenn einige Grünauer ihre Gleichgültigkeit ablegen und auch aktiv werden würden“, sagt Annekatrin Müller. Den ersten Schritt hat sie gemacht.

Von Katharina Stork

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