Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Karstadt-Hauseigentümer zum Mülltonnen-Eklat: „Das war eine blöde Aktion“
Leipzig Lokales Karstadt-Hauseigentümer zum Mülltonnen-Eklat: „Das war eine blöde Aktion“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:01 21.08.2018
Aus einem Bericht des Luxemburger Tageblatts geht hervor – es war der Chef selbst: Am 5. Juni befördert Pascal Bruzzese, Geschäftsführer der „Petersstraße s.à.r.l.“ (Karstadt-Hauseigentümergesellschaft), die Unterschriften Tausender Leipziger ins Altpapier. Die Bürger hatten sich für den Erhalt des Karstadt-Warenhauses ausgesprochen.
Aus einem Bericht des Luxemburger Tageblatts geht hervor – es war der Chef selbst: Am 5. Juni befördert Pascal Bruzzese, Geschäftsführer der „Petersstraße s.à.r.l.“ (Karstadt-Hauseigentümergesellschaft), die Unterschriften Tausender Leipziger ins Altpapier. Die Bürger hatten sich für den Erhalt des Karstadt-Warenhauses ausgesprochen. Quelle: Björn Meine
Anzeige
Leipzig

In Luxemburg werden die Ereignisse rund um den Streit zwischen Karstadt und der in dem Beneluxstaat ansässigen Eigentümergesellschaft etwas anders bewertet. „Das falsche Spiel von Karstadt“, titelte das dort erscheinende Luxemburger Tageblatt am Wochenende, „Inszenierung und Mietpoker – wie ein Konzern die Öffentlichkeit manipuliert, um seine Luxemburger Verhandlungspartner unter Druck zu setzen.“

„Karstadt hat den Karren selbst in den Dreck gefahren“

Karstadt habe nach der Kündigung die Öffentlichkeit eingeschaltet und die Heuschreckenkarte gespielt, heißt es in dem Beitrag, in dem sich mit Pascal Bruzzese auch erstmals seit längerem der Geschäftsführer von „Petersstraße s.à.r.l.“ äußert. Das ist die Eigentümergesellschaft für das Leipziger Karstadt-Haus, eine Tochter des Schweizer Immobilienkonzerns Even Capital. Karstadt habe „den Karren selbst in den Dreck gefahren“, sagte Bruzzese dem Luxemburger Tageblatt in Anspielung auf die frühere Karstadt-Geschäftspolitik, bei der die Warenhäuser erst verkauft und dann teuer zurückgemietet wurden.

Es war der Chef selbst!

Aus dem Beitrag erschließt sich auch, wer der Mann war, der am 5. Juni die Kiste mit den Leipziger Unterschriften in eine Altpapiertonne warf: Pascal Bruzzese, der Chef selbst. „Das war eine blöde Aktion“, erklärte Bruzzese gegenüber dem Luxemburger Tageblatt.

Von bm