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Lokales Kleiner Elefant trinkt – Zoo kämpft ums Dickhäuter-Baby
Leipzig Lokales Kleiner Elefant trinkt – Zoo kämpft ums Dickhäuter-Baby
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15:21 01.02.2019
Der kleine Elefant verbringt Zeit in seinem Kinderzimmer. Quelle: Zoo Leipzig
Leipzig

Er ist mobil und trötet – der kleine Elefantenbulle im Leipziger Zoo ist wohlauf, trinkt bei seiner Mutter und entwickelt sich gut. Dennoch ist nicht alles in Butter: Eine stabile Mutter-Kind-Beziehung entwickelt sich bisher nicht, Hoa zeigt wenig Interesse an ihrem Kalb. Mit Geduld und Fingerspitzengefühl versuchen die Pfleger, das zu verbessern.

Am 25. Januar 2019 wurde im Leipziger Zoo ein Elefant geboren.

Die 33-Jährige hatte schon zweimal Nachwuchs. Ihren ersten Sohn tötete sie 2012 unmittelbar nach der Geburt, das zweite Jungtier – ein Mädchen – kam 2015 zur Welt, erlitt schwere Verletzungen und musste nach wenigen Tagen eingeschläfert werden.

Der nunmehr dritte Nachwuchs von Hoa steht seit seiner Geburt vor einer Woche unter intensiver Betreuung. Rund um die Uhr sind Tierpfleger in der Gruppe, auch zwei Tierärzte und die Kuratoren schauen ständig nach dem Dickhäuterbaby.

Kinderzimmer und Pause für Hoa

Größtes Problem: Hoa ist sehr unruhig. Die Mutter bekommt deshalb nun Ruhepausen und Zeit für sich selbst. Die Pfleger haben dem Kleinen aus Strohballen eine Art Kinderzimmer gebaut. Der Blickkontakt zwischen Mutter und Sohn ist aber stets gegeben. „Uns war bewusst, dass es nach den letzten Erfahrungen mit Hoa ein komplizierter Prozess werden würde“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein.

Der Zoo will versuchen, die beiden potentiellen „Tanten“ Rani und Don Chung stärker einzubeziehen, die auch bei der Geburt zugeschaut hatten. Nachdem sie bisher durch eine Absperrung den Neuzugang berüsseln konnten, sollen sie schrittweise mit ihm zusammengeführt werden. Rani, Don Chung und Hoa sind „Freundinnen“.

Zoo-Direktor bangt

Eine harmonisch gewachsene Familienstruktur wie in freier Wildbahn besteht bei den Elefanten im Leipziger Zoo nicht. „Die erste Woche zeigt uns, dass wir den eingeschlagenen Weg nur in sehr kleinen Schritten gehen können und nicht abschätzen können, ob er erfolgreich sein wird“, so Zoo-Direktor Jörg Junhold. Da nicht klar ist, ob der kleine Elefant alles gesund überstehen wird, wird er vorerst auch noch keinen Namen bekommen.

Von Kerstin Decker

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