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Lokales Knapp eine Million Euro für Leipziger Studentenwerk – Geld fließt vor allem in Mensen
Leipzig Lokales Knapp eine Million Euro für Leipziger Studentenwerk – Geld fließt vor allem in Mensen
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19:01 22.07.2019
Auch hier soll einiges erneuert werden: Studentenwohnheim in der Straße des 18. Oktober. Quelle: Andreas Döring
Leipzig

Das Studentenwerk Leipzig erhält dieses Jahr 975.000 Euro vom Freistaat, um Mensen und Wohnheime zu sanieren und mit neuer Technik auszustatten. Über die im Doppelhaushalt 2019/20 beschlossene Förderung der vier sächsischen Studentenwerke mit insgesamt fünf Millionen Euro im laufenden Jahr hat das Wissenschaftsministerium nun die konkreten Bewilligungsbescheide verschickt.

Demnach fließen 750.000 Euro in drei Mensen in Leipzig: in die Cafeteria Philipp-Rosental-Straße; in die Mensa Academica an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, wo neue Geschirrspültechnik installiert wird; und in die Mensa am Elsterbecken, wo das Mobiliar erneuert wird. Weitere 175.000 Euro sind für digitale Schließanlagen in den Wohnheimen Philipp-Rosenthal-Straße, Mannheimer Straße und Straße des 18. Oktober Nr. 23-33 vorgesehen. Für die Planung der Sanierung des Wohnheims in der Straße des 18. Oktober Nr. 33 sind 50.000 Euro veranschlagt.

Das Studentenwerk Dresden hat Bewilligungsbescheide in einer Gesamthöhe von 1,805 Millionen Euro erhalten. Dem Studentenwerk Chemnitz-Zwickau sind Mittel in Höhe von 1,17 Millionen Euro zugesagt. Das Studentenwerk Freiberg bekommt 1,05 Millionen Euro – zusammen mit der Förderung für Leipzig ergibt das sogar etwas mehr als fünf Millionen Euro.

AfD: „(Teil-) Privatisierung von Mensen denkbar“

Wie im Dezember beschlossen, stockt die Staatsregierung die Mittel für die Studentenwerke gegenüber 2018 um drei Millionen Euro auf. 2020 sollen nach Beschlusslage sogar weitere sieben Millionen Euro bewilligt werden. Für Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange handelt es sich nicht nur um bauliche Investitionen, sondern „auch in Investitionen in die Anziehungskraft Sachsens als Studienstandort. Besonders für Studierende aus dem Ausland und solche mit geringem Einkommen ist der Wohnheimbau von Bedeutung, und er entlastet gleichzeitig den Wohnungsmarkt im Bereich der kleineren und preisgünstigen Wohnungen“, so die SPD-Politikerin.

Wahlprüfsteine, mit denen die Studentenwerke vor der Landtagswahl im September die Haltung der Parteien ihnen gegenüber abgefragt haben, dokumentieren in Sachen Wohnheimen und Mensen eine breite politische Zustimmung des aktuellen Kurses der schwarzen-roten Koalition. Mit einer Ausnahme: Unter Inkaufnahme höherer Essenspreise ist für die AfD eine „(Teil-) Privatisierung von Mensen denkbar, um den Studentenwerken mehr Mittel für den Wohnheimunterhalt zur Verfügung zu stellen“. Die Anziehungskraft der sächsischen Hochschulen soll nach AfD-Meinung nicht über die deutschen Grenzen hinausreichen: „Wir stehen einem quasi kostenlosen Export unserer Ressource Hochschulbildung skeptisch gegenüber“, antwortete die Partei auf die Frage, ob und wie man internationale Studierende integrieren wolle.

Von mwö

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