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Lokales Millionenpläne: So geht es mit dem Stadthafen und Elstermühlgraben weiter
Leipzig Lokales Millionenpläne: So geht es mit dem Stadthafen und Elstermühlgraben weiter
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11:41 02.04.2019
Der Entwurf für den Stadthafen: Südlich und östlich des Hafenbeckens entsteht eine baumreiche Promenade. Quelle: Amt für Stadtgrün und Gewässer / Grafik: Patrick Moye
Leipzig

Dass es sich bei diesen Ankündigungen nicht um Aprilscherze handelt, musste Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Montag beteuern. Für drei wichtige Wasserbauprojekte teilte er zum Paddler-Saisonstart neue Termine mit.

Anderthalb Jahre Verspätung

Elstermühlgraben I: Der vorletzte Bauabschnitt zwischen Thomasius- und Lessingstraße soll nun im Mai oder Juni 2019 fertig werden, versicherte er. Die Arbeiten an der 110 Meter langen Trasse samt neuer Funkenburgbrücke hatten im November 2016 begonnen, sollten ursprünglich ein Jahr dauern. Wie berichtet, hatten sich die Planer das Einbringen der Bohrpfähle an dem 7,50 Meter breiten Flusslauf einfacher vorgestellt. Für Verzögerungen sorgten auch Altlasten-Untersuchungen und der Leitungsbau. Zuletzt musste sogar ein Gutachten zu der Frage erstellt werden, wie das hochwertige Passepflaster an der Thomasiusstraße richtig zu verlegen ist. Doch nun sei das rettende Ufer in Sicht, so die Verwaltung gestern.

Baustart an Elsterstraße 2019

Elstermühlgraben II: Noch dieses Jahr beginnen die Arbeiten zur Freilegung des letzten Flussabschnitts zwischen der Lessing- und Elsterstraße. Was die 170 Meter lange Trasse (samt Neubau von zwei Brücken) kostet, stehe noch nicht genau fest. Hingegen bereits der Fertigstellungstermin: im Jahr 2023. Dann könne der komplett freigelegte Elstermühlgraben bei Hochwasser einen Abfluss von 15 Kubikmetern Wasser pro Sekunde gewährleisten, sagte Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Grünflächen und Gewässer. Im Doppelhaushalt für 2019 und 2020 stellt die Stadt insgesamt 13,3 Millionen Euro für den Elstermühlgraben-Ausbau bereit.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) und Angela Zabojnik vom Amt für Grünflächen und Gewässer zeigen die Pläne zum Bau des Stadthafens vor Ort. Quelle: Kempner

Stadthafen: An den Plänen für das 4000 Quadratmeter große Ankerbecken (die LVZ berichtete mehrfach detailliert) hat sich nicht mehr viel geändert. Außer dem Bootshaus für 100 Kanus soll es nun eventuell noch zwei kleinere Häuser für Kanus in Richtung Friedrich-Ebert-Straße geben. Die Liegeplätze für neun Fahrgastschiffe sowie 40 private Sport- und Familienboote werden etwa 40 Elektroladepunkte erhalten. Verbrennungsmotoren bleiben tabu. 21 Auto-Stellplätze entstehen auf einem freien Platz, der auch für Veranstaltungen dient. Im Servicegebäude kommen ein Restaurant, ein Informationsbüro zum Neuseenland, Toiletten und ein Laden unter. Davor ist auf 355 Quadratmetern ein Freisitz geplant.

Provisorium nur noch diesen und nächsten Sommer

Die Stadt baut – beginnend nach der Sommersaison 2020 – die ganze Hafeninfrastruktur samt Becken für 7,23 Millionen Euro, so Rosenthal. „Davon sind 90 Prozent Fördermittel.“ Alle Gebäude errichte ein Investor auf eigene Kosten – die Ausschreibung dafür starte gleich nach einem Ratsbeschluss in diesem Frühjahr. Der Investor werde den Hafen ab der Einweihung 2023 betreiben und dafür eine Konzessionsabgabe an die Kommune zahlen. „Wir achten darauf, dass die Angebote bis hin zum Bootsverleih für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar sind“, betonte der Bürgermeister. Offen bleibe vorläufig, was aus den noch freien Bauflächen entlang der Käthe-Kollwitz-Straße wird. Hingegen haben die Arbeiten für das private Wohnhaus „Villa Bach“ auf der anderen Seite der Schreberstraße jüngst begonnen.

Der provisorische Bootsverleih am Elstermühlgraben kann nur noch in diesem und im nächsten Sommer öffnen. Danach soll an seiner Stelle ein Stadthafen mit weit umfangreicherem Angebot entstehen. Vorn im Bild: die Paddler Sandy Paukstadt und Marius Vollath (links) sowie Jan Benzien und Volker Große. Quelle: Kempner

Von Jens Rometsch

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