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Lokales Krieg im Nord-Irak: Demonstranten ziehen vor US-Konsulat in Leipzig
Leipzig Lokales Krieg im Nord-Irak: Demonstranten ziehen vor US-Konsulat in Leipzig
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17:34 27.10.2017
Demonstration am US-Kosulat in Leipzig
Demonstration am US-Kosulat in Leipzig Quelle: Sylvio Hoffmann
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Leipzig

Trotz strömenden Regens sind am Freitag um die 15 Personen am US Konsulat zusammen in Leipzig zusammengekommen. Sie protestierten gegen die US amerikanische Unterstützung der irakischen Militärintervention im nordlichen Teil des Irak. Die Teilnehmer forderten unter anderem Solidarität mit den Flüchtligen aus den umkämpften Gebieten im Irak, ein Ende der Angriffe auf kurdische Stellungen und den Stop amerikanischer Waffenlieferung an das Irakische Militär.

Um für den Schutz der Zivilbevölkerung in Leipzig zu demonstrieren, zogen am Freitag etwa 15 Personen vor das US-Konsulat in Leipzig. (Bilde: Sylvio Hoffmann)

Hintergrund ist, dass am 16. Oktober die irakische Armee zusammen mit den vom Iran gestützten schiitischen Milizen Al Hashd al Shaabi (Volksmobilmachungskräfte) die bis dahin mehrheitlich kurdisch geprägte kontrollierte Erdölstadt Kirkuk einnahm. Wenig später übernahmen sie auch die militärische Kontrolle über die Stadt Khanaqin sowie die Distrikte Altun Kopru, Bashiqa, Makhmur, Sheikhan und das Shingal-Gebiet. Die Militäroperation erfolgte drei Wochen nach dem international und in Kurdistan-Irak umstrittenen kurdischen Unabhängigkeitsreferendum. Die irakische Regierung hat damit ihre Kontrolle in diesen Gebieten wiederhergestellt – ein Ziel, das schon seit geraumer Zeit verfolgt wurde. In der Autonomieregion Kurdistan leben derzeit mehr als zwei Millionen irakische arabische vertriebene Bürger und syrische Flüchtlinge.
Die Demonstranten forderten die USA auf, diese und die kurdische Zivilbevölkerung zu schützen.

S. H.