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Lokales Künstlergruppe Nachbars Garten gestaltet Leipziger Messeplatz
Leipzig Lokales Künstlergruppe Nachbars Garten gestaltet Leipziger Messeplatz
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20:40 02.12.2019
34 Millionen Euro gibt der Freistaat Sachsen für den neuen Sitz des Zentrums für Biodiversitätsforschung (iDiv) auf der Alten Messe aus. Quelle: Foto: Jens Rometsch
Leipzig

Die Fassade aus kupferfarbenem Edelstahl glänzt schon in der Sonne. Im April 2020 wird ein weiteres Haus im Wissenschaftspark auf der Alten Messe in Leipzig fertig, teilte Petra Förster zu einer besonderen Ausstellungseröffnung mit.

Neubau für über 300 Wissenschaftler

Die Schau in der Biocity am Deutschen Platz (noch geöffnet bis 6. Dezember) gilt vor allem dem über 1000 Quadratmeter großen Vorplatz des kupferfarbenen Neubaus, erklärte die Leiterin der Niederlassung II beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Mehr als 300 Mitarbeiter und Mitglieder des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) könnten im nächsten Frühjahr das Haus direkt neben der Messeeinfahrt an der Zwickauer Straße beziehen.

So sieht der Siegerentwurf der Künstlergruppe Nachbars Garten für den großen Vorplatz des iDiv-Forschungszentrums an der Zwickauer Straße aus. Quelle: Kay Zimmermann

Dass dann drinnen zur Vielfalt der Arten und Ökosysteme auf dem Planeten Erde geforscht wird, solle auch der Vorplatz widerspiegeln. Erstmals habe der SIB deshalb einen Wettbewerb zur Kunst am Bau mit einer Platzgestaltung verknüpft, ergänzte Regierungsbaumeister Ingo Fischer. „Es wurde sogar ein Kolloquium organisiert, bei dem die künftigen Nutzer den eingeladenen Künstlern und Landschaftsarchitekten erklärten, was genau sie eigentlich machen. Wie die Ergebnisse zeigen, hat diese Idee sehr gut funktioniert“, lobte er.

Künstlergruppe aus dem Tapetenwerk

Die Jury unter Vorsitz der Dresdner Bildhauerin Ursula Güttschens entschied sich in dem anonymen Verfahren schließlich für eine Arbeit aus Leipzig. Mit ihrem Entwurf „Chorus“ heben Elisabeth Howey und Enne Haehnle von der Künstlergruppe Nachbars Garten aus dem Tapetenwerk gleich mehrere Grenzen auf.

Kleinstlebewesen aus dem Boden

Zum Beispiel schaffen sie auf und neben verschiedenen Pflanzinseln meterlange Betonskulpturen. „Ihre Formen beziehen sich auf Kleinstlebewesen aus dem Boden. Wir bringen als Kunstwerke ans Licht, was sich unter unseren Füßen tummelt“, sagte Howey. Der helle, sehr feine Beton werde mit der Zeit von Flechten und Moosen besiedelt, die Zwischenräume könnten Raum für noch größeren Artenreichtum bieten. „Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Michael Rudolph haben wir einen Platz entworfen, der sich durch das Wirken der Natur immer wieder verändern wird und gerade deshalb zum Erholen einlädt.“

Das iDiv-Gewächshaus in der Linnéstraße erhält meterhohe Mikroskop-Bilder von Zellen, Blättern, Wurzeln und Insekten an seine Fassade. Quelle: Jens Rometsch

2020 werden die Pläne umgesetzt. Ebenso für die Fassadengestaltung des iDiv-Forschungsgewächshauses in der Linnéstraße, das gegenwärtig gerade in Betrieb genommen wird. Diesen Teil des mit insgesamt 125 000 Euro dotierten Wettbewerbs gewannen die Künstlerinnen Katrin und Charlotte Pannicke aus Halle. Sie wollen die Fassade in Handarbeit von einem Rollgerüst aus mit meterhohen Malereien verschönern, die in warmen Orange- und Grüntönen Mikroskopbilder von Zellen, Blättern, Wurzeln und Insekten zeigen.

Von Jens Rometsch

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