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Lokales LVZ-Leser um 1900: Wer kennt den Maler dieses Bildes?
Leipzig Lokales LVZ-Leser um 1900: Wer kennt den Maler dieses Bildes?
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12:58 15.08.2019
Harald Maack restauriert das unbekannte Gemälde derzeit in der Galerie Quadriga. Quelle: André Kempner
Leipzig

Nach knapp 500 Kilometern ist das Gemälde quasi wieder in der Heimat. Im Mai vergangenen Jahres setzt sich der Pensionär Friedrich Budde (75) ins Auto und fährt von seiner Heimatstadt Bensheim (Südhessen) nach Leipzig. Sein Sohn hat in Sachsen sein berufliches und privates Glück gefunden und wohnt mit Frau und zwei Töchtern im schönen Leipziger Stadtteil Gohlis.

Wer weiß etwas über dieses Gemälde? Quelle: Repro: André Kempner

Doch der Ex-Bahn-Beamte will nicht nur zur Konfirmation seiner Enkelin, im Kofferraum hat er historische Fracht dabei. Sein Weg führt ihn in Leipzig deshalb auch in den Peters­steinweg, wo er im LVZ-Medienhaus ein Gemälde abgibt, das an die Gründungsjahre der Leipziger Volkszeitung erinnert. Das Motiv – ein Herr in den besten Jahren liest aufmerksam die LVZ – findet bei Björn Steigert, Geschäftsführer der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft, großes Interesse. „Wir feiern in diesem Jahr unseren 125. Geburtstag und haben uns deshalb über das historische Bild sehr gefreut, weil es künstlerisch in unsere Gründungszeit führt“, sagt Steigert.

Gemälde wird gerade restauriert

Friedrich Budde überlässt das Bild gegen eine marktkonforme Entschädigung der LVZ. „Es gehört für mich nach Leipzig“, betont er. Aktuell wird es von Harald Maack in der Galerie Quadriga restauriert, bevor es einen Platz im LVZ-Foyer erhalten soll.

Doch wer hat das Bild gemalt? Wer ist der Leser, der sich so intensiv mit dem Blatt beschäftigt? Viel ist bisher über das Gemälde nicht bekannt. Auch Experten des Leipziger Bildermuseums konnten bislang noch keine Aufklärung geben. In der rechten unteren Ecke des Bildes sind zumindest die Initialen „ES“ und Zahlen dezent zu erkennen, die eine „09“ ergeben könnten. Was wiederum darauf hindeuten könnte, dass das Bild von einem Künstler „ES“ um 1909 gemalt wurde. Mithin im deutschen Spät-Impressionismus, den Maler wie Max Slevogt, Max Liebermann und Lovis Corinth entscheidend prägten.

Wie kam das Gemälde ins südhessische Bensheim?

Fragen ranken sich auch darum, wie das Gemälde mit dem klassischen Leipziger Sujet ins hessische Bensheim gelangen konnte. Ex-Besitzer Budde sagt, dass er es von seinem Halbbruder Georg Stoerz erhalten habe. „Da ich familiäre Beziehungen nach Leipzig habe, hat er es mir gern vererbt“, so Budde. Sein Bruder, der im Januar 2019 verstarb, hatte das Gemälde wiederum rund 40 Jahre in seiner Wohnung in Biblis (ebenfalls Südhessen) hängen. Laut Budde stammt es aus der Hinterlassenschaft einer Frau von Krieger, die mit ihrem als Arzt tätigen Mann in einer alten Stadtvilla von Bensheim lebte und in den späten 1970er-Jahren verstarb. Davor verlieren sich alle Spuren. Die LVZ sucht deshalb nach Hinweisen zu dem Gemälde: Wer etwas über den Künstler, das Motiv und die Herkunft des Bildes weiß, kann sich gern unter folgender E-Mail-Adresse melden:

chefredaktion@lvz.de

Stichwort: LVZ-Gemälde

Von André Böhmer

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