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Lokales „Leila Helau“ – der Karneval in Leipzig
Leipzig Lokales „Leila Helau“ – der Karneval in Leipzig
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12:22 25.02.2019
Thomas Mothes an seinem Schreibtisch. Der Hobby-Fotograf hat ein Buch über den Leipziger Karneval geschrieben. Quelle: Regina Katzer
Leipzig

„Leila helau“ – wenn dieser Ruf auf den Straßen erschallt, geht es bunt und ausgelassen zu. Wie alljährlich beim Rosensonntagsumzug. Thomas Mothes, von Beruf Biochemiker, ist ein leidenschaftlicher Fotograf, der besonders die Farbfotografie liebt. Deshalb ließ er es sich nicht entgehen, im Jahr 2000 beim ersten Rosensonntagsumzug der Leipziger Karnevalsvereine vorbeizuschauen. Fast alle Rosensonntagsumzüge hat er seitdem begleitet. Dabei sind viele Impressionen von fröhlicher Ausgelassenheit entstanden: von den Leipziger Karnevalsvereinen, die mit Kapelle, Funkenmariechen und Themenwagen durch die City ziehen und von deren Gästen aus der näheren Umgebung – aus Markkleeberg, aus Gruna an der Mulde oder aus Beilrode.

Kleiner Ausflug in die Historie des Karnevals

Mothes hat aber auch die studentischen Elferäte besucht, die schon zu DDR-Zeiten den Fasching wieder zur Tradition machten. Seine Fotos hat er nun in einem Buch verarbeitet, das im Mitteldeutschen Verlag erschienen ist. „Leila HelauRosensonntagsumzüge und Karneval in Leipzig“ lautet der Titel des Bild-Text-Bandes. In ihm bietet Mothes, der bis 2018 Professor an der Medizinischen Fakultät der Uni Leipzig war, auch einen kleinen Ausflug in die Historie des Karnevals. Die lässt sich bis zum Brauch des Pflugziehens in vorreformatorischer Zeit und zum „Mummenlaufen“ zurückverfolgen. Dieser Fastnachtsbrauch der vermummten Umzüge mit abscheulichen Larven und unflätiger Kleidung waren ein Ventil. Gerade Studenten und Handwerksburschen zogen einmal im Jahr lärmend und saufend durch die Stadt. Überliefert ist das nur, weil der Rat der Stadt mit Verboten auf diese massiven Ordnungsverstöße reagierte und es sogar Todesfälle gab. Der erste Karnevalsumzug in Leipzig fand übrigens am 4. März 1867 statt. Dabei wurden Almosen gesammelt, um Bedürftige zu unterstützen.

Mothes stellt auch Elferräte vor

Mothes hat zudem Menschen, die mit viel Lebenslust für den Fasching brennen, während der Proben besucht. Er stellt Elferräte sowie Karnevalsvereine vor, die die fünfte Jahreszeit vorbereiten. Und will Lust machen, sich mal wieder die Narrenkappe aufzusetzen und Spaß am Leben zu haben.

Der Bild-Text-Band „Leila Helau“ hat 96 Seiten und ist beim Mitteldeutschen Verlag erschienen. Preis: 16 Euro.

Von Mathias Orbeck

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