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Lokales Leipzig: Im Sonnenpark entstehen noch mal 250 Wohnungen und 50 Eigenheime
Leipzig Lokales Leipzig: Im Sonnenpark entstehen noch mal 250 Wohnungen und 50 Eigenheime
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23:00 07.11.2017
Zu den Plänen gehört auch dieser Neubau mit 50 Wohnungen für Senioren. Er soll in dem Bereich entstehen, wo die Franzosenallee einen halbkreisförmigen Bogen schlägt. Gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter Bund hatte der Investor Unterplan im Sonnenpark schon 2012 eine Anlage zum Betreuten Wohnen eröffnet. Am unteren Bildrand ist die mögliche Straßenbahntrasse zur Anbindung von Herzzentrum und Park-Krankenhaus an den ÖPNV zu sehen. Quelle: Entwurf: Stefan Palla und Verena Unterberger
Leipzig


Wie berichtet, wollte der aus Südtirol stammende Investor den sechsten und damit letzten Bauabschnitt des Sonnenparks eigentlich schon vor fünf Jahren anpacken. Doch damals funkte die Stadtverwaltung plötzlich mit Überlegungen dazwischen, eine schon lange geplante Straßenbahn-Trasse zum Herzklinikum eventuell durch die Franzosenallee zu führen. Zuvor war eine andere Variante über die Strümpellstraße verfolgt worden.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) prüften dann sechs verschiedene Trassen, stellten sie auch bei der Bürgerschaft zur Diskussion. Am Ende entschied der Stadtrat, dass für zwei mögliche Routen der Straßenbahn Vorhaltflächen freigelassen werden: nämlich sowohl für einen Verlauf durch die Holzhäuser Straße über freies Feld bis zum Klinikgelände (als kürzeste und preiswerteste Variante) als auch für eine Strecke über die Franzosenallee und Feldstraße. Als Problem galt hierbei, dass Anwohner des vorderen Stücks der Franzosenallee (nahe der Prager Straße) mit mehr Verkehrslärm rechnen müssten, weil dort für die Straßenbahn kein Rasengittergleis verlegt werden kann. In dem Bereich, wo nun endlich der sechste Bauabschnitt beginnt, steht hingegen deutlich mehr Platz zu Verfügung. Dort bleibt in Zukunft ein breiter Grünstreifen reserviert, der eines Tages zum Verlegen von Gleisen dienen könnte, erläutert Zischg. Er selbst glaube aber nicht mehr daran, dass die LVB angesichts anderer Prioritäten und ihrer Finanzzwänge zeitnah eine Anbindung zum Probstheidaer Medizin-Campus schaffen. „Und in 15 oder 20 Jahren ist die Technik noch mal leiser geworden. Davor fürchten wir uns nicht mehr.“

Schade sei es nur um die viele Zeit, die das Verfahren gekostet habe, sagt Zischg weiter. „Einige bauwillige Kunden hatten bei uns noch vor 2012 reserviert – und warten seitdem.“ Im April 2017 habe die Stadt den Entwurf zum Bebauungsplan Nummer 313 „Katzstraße“ schließlich erneut ausgelegt. Im Juni wurde der städtebauliche Vertrag zum gesamten Vorhaben unterzeichnet. „Inzwischen läuft die Zusammenarbeit mit der Kommune wieder gut. Unsere Hartnäckigkeit gegenüber der Stadt bei insgesamt mehr als ein Dutzend Verträgen hat sich insofern ausgezahlt, als sämtliche Wohneinheiten, das Einkaufszentrum mit Arztpraxen, Kita, 31. Grundschule, der Jugendtreff und das Betreute Wohnen nach wie vor gut angenommen werden.“ Ab 1995 seien im Sonnenpark etwa 1100 Wohnungen entstanden, für die es praktisch keinen Leerstand, sondern zum Teil sogar Wartelisten gebe. Mehr als 2000 Menschen lebten heute auf den Flächen, die zu DDR-Zeiten als landwirtschaftliche Versuchsfelder der Universität dienten. Über 250 Millionen Euro wurden seitdem vor Ort investiert.

Bei den Eigenheim-Grundstücken im letzten Abschnitt biete Unterplan 40 Prozent der Flächen für individuellen Wohnungsbau an – ab 200 Euro pro Quadratmeter. Für die anderen 60 Prozent sind drei Haustypen (132 bis 156 Quadratmeter Wohnfläche) vorgegeben. Ohne den Boden und Malerarbeiten kostet ein Fünf-Zimmer-Haus 265 000 Euro. Allerdings sind nur noch eine Handvoll Flächen überhaupt frei. Mit den Mehrgeschossern samt Tiefgaragen will der Investor im Frühjahr 2018 starten. Etwa zeitgleich soll der alte Rewe-Markt an der Franzosenallee abgerissen und durch einen größeren und moderneren Rewe ersetzt werden, so Zischg.

Von Jens Rometsch

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