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Lokales Historischer Leipzig-Kalender: Ein Vorgeschmack aufs Jahr der Industriekultur
Leipzig Lokales Historischer Leipzig-Kalender: Ein Vorgeschmack aufs Jahr der Industriekultur
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18:20 12.09.2019
Der Bau der Großmarkthalle, hier am 17. Oktober 1912, ist eines der Bilder aus dem Leipzig-Kalender 2020 „Industriekultur in Leipzig“. Die Fotos stammen aus dem Atelier Hermann Walter. Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Leipzig

Wo in der Industriestadt Leipzig einst die Maschinen ratterten und tausende Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdienten, ist in den letzten Jahren neues Leben eingezogen. Viele Bauten erstrahlen in neuer Schönheit. 2020 wird in ganz Sachsen unter dem Motto „Industrie. Kultur.Sachsen.“ mit vielfältigen Veranstaltungen das Jahr der Industriekultur begangen. Dabei wird auch an die Anfangsjahre vieler Gebäude erinnert, die damals und heute das Stadtbild präg(t)en. Das Stadtgeschichtliche Museum und die Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH haben das Jahr der Industriekultur zum Thema des beliebten Leipzig-Kalenders gemacht, der längst zum Sammlerstück geworden ist. Immerhin: Er erscheint schon in seiner 19. Ausgabe.

Mineralwasserabfüllung Quelle: Stadtgeschichtliches Museum

Bilder aus dem Atelier Walter

„Die Entwicklung des Stadtbildes ist für uns immer ein Thema – wir haben eine große Foto-Sammlung“, sagt Anselm Hartinger, der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums. Der Kalender sei ein Vorgeschmack auf die große Ausstellung „WerkStadt Leipzig. 200 Jahre im Takt der Maschinen“ zur Industriekultur, die dort ab Mai 2020 zu sehen sein wird. Die meisten der 13 atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bilder im historischen Kalender stammen aus dem Atelier Hermann Walter. Die Glasnegative des berühmten Stadtfotografen Leipzigs sind als „gläserner Schatz“ bekannt.

Mehr Informationen zum Kalender

Der Kalender kostet 19 Euro. Erhältlich ist er unter anderem auch im LVZ-Foyer, in den LVZ-Geschäftsstellen sowie online unter www.lvz-shop.de sowie bei der Tourist-Information sowie in den Konsum-Filialen und in Leipziger Buchhandlungen.

Ab 11. Dezember zeigt das Museum unter dem Titel „Silber auf Glas“ eine Ausstellung mit Arbeitern aus seinem Atelier, das nach seinem Tode 1909 von Karl Walter und Bernhard Müller weitergeführt wurde. Zwischen 1913 und 1935 entstanden weit über 2000 Aufnahmen. Das Museum hat sie in den vergangenen Jahren neu erworben. „Die meisten Aufnahmen sind unbekannt – wir können die Stadt im Wandel zeigen.“

Die Halle 12 der Technischen Messe um 1930, aufgenommen von Anton Blaschke. Heute wird die umgebaute Halle, die mittlerweile die Nr. 16 trägt, für Veranstaltungen genutzt. Quelle: Stadtgeschichtliches Museum

Die 13 Motive im Kalender aus der Zeit zwischen 1897 und 1930 zeigen die Leipziger Industrie in ihrer ganzen Vielfalt: Spinnereien und Textilfabriken sind ebenso dabei wie Gewerke des Buchwesens und der polygraphischen Industrie, des Maschinenbaus sowie Gaswerke, die Großmarkthalle und der Tagebau. Den Titel des Kalenders schmückt die Werksbrücke der Sächsischen Wollgarnfabrik GmbH (vormals Tittel & Krüger AG), entstanden am 14. November 1928. Zu jedem Bild gibt es kurze und wissenswerte Hintergründe.

Die Eisengroßhandlung Otto Wolff Quelle: Stadtgeschichtliches Museum

Von Mathias Orbeck

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