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Lokales Leipzig-Zimmer ist offen – Bürger können es für kreative Ideen kostenlos buchen
Leipzig Lokales Leipzig-Zimmer ist offen – Bürger können es für kreative Ideen kostenlos buchen
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12:19 16.01.2020
Das Leipzig-Zimmer in der Stadtbibliothek können Interessierte kostenlos buchen, um eigene Ideen im Gespräch mit anderen Bürgern umzusetzen. Quelle: Kempner
Leipzig

Bequeme Stühle und jede Menge Leipzig-Literatur erzeugen ein gemütliches und kreatives Flair. Die Stadtbibliothek am Leuschnerplatz hat am Donnerstag ihr neues Leipzig-Zimmer eröffnet – einen Freiraum im ersten Obergeschoss. Was dort passiert, können interessierte Bürger selbst gestalten. Die Idee: Auf 177 Quadratmetern ist ein flexibler Raum für Begegnungen und Austausch entstanden, der kostenlos gebucht werden kann.

Eine neue Ausstellung berichtet vom „Erzählcafé“, in dem sich Bürger über ihre Erlebnisse in den 1960-er Jahren austauschen konnten. Das ist quasi ein Vorgängerprojekt des neuen Leipzig-Zimmers. Quelle: André Kempner

„Es ist ein Experiment. Wir sind gespannt, wie Leipziger ihr Wissen mit anderen teilen und ein eigenes Programm initiieren“, betont Susanne Metz, Direktorin der Städtischen Bibliotheken. Die Bücherei bietet lediglich den Raum, der barrierefrei zugänglich ist und zum Mitmachen einlädt. Wer ihn nutzen will, kann ihn auf einer eigens eingerichteten Website der Stadtbibliothek 24 Stunden vorher kostenlos buchen. Einzige Bedingung: Das jeweilige Angebot muss für alle frei zugänglich sein. Und ein respektvoller Umgang miteinander – versteht sich eigentlich von selbst.

Kulturstiftung fördert Projekt

Das Projekt ist eins von 16, die der „Fonds hochdrei - Stadtbibliotheken verändern“ (Kulturstiftung des Bundes) fördert. Dessen Vertreter Hassan Soilihi Mzé erklärt: „Wir fördern innovative Konzepte von Bibliotheken, die sich noch weiter öffnen.“ Insgesamt gebe die Stiftung 5,6 Millionen Euro dafür aus. Zwar seien die meisten Bibliotheken längst Orte der Begegnung und „mehr als nur Bücherstuben“. Diese Entwicklung wolle man aber stärken. Dabei gehe es um sogenannte Dritte Orte – inszenierte Räume, in denen man sich gern, aber nur vorübergehend aufhält. „Unser Ziel ist natürlich, perspektivisch alle unsere Bibliotheken so zu entwickeln“, ergänzt Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke). Mit der Stiftung Bürger für Leipzig, dem soziokulturellen Zentrum Villa und dem Naturkundemuseum sind Partner im Boot, die das „Leipzig-Zimmer“ mit eigenen Angeboten beleben. Vorrangiges Ziel sei es aber, dass die Bürger selbst aktiv und kreativ werden, den frei zugänglichen Ort für ihre Ideen zu nutzen.

Internet: www.leipzigzimmer.leipzig.de

Von Mathias Orbeck

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