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Lokales Leipzig bekommt Deutsch-Griechisches Jugendwerk
Leipzig Lokales Leipzig bekommt Deutsch-Griechisches Jugendwerk
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17:45 07.05.2019
Familienministerin Franziska Giffey (3. von links) und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (3. von rechts) mit Teilnehmern des deutsch-griechisches Jugendcamps in der Moritzbastei. Quelle: André Kempner
Leipzig

Leipzig bekommt eine neue Bundesorganisation: Im nächsten Jahr wird in der Messestadt ein Deutsch-Griechisches Jugendwerk eingerichtet. Ziel des vom Bundesfamilienministerium koordinierten Projekts ist es, Beziehungen zwischen jungen Menschen beider Länder herzustellen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Dies soll vor allem über Austauschprogramme geschehen.

Der Startschuss für das Vorhaben fiel am Sonnabend in der Moritzbastei: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sowie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) begrüßten rund 120 Jugendliche aus Deutschland und Griechenland zu einem Jugendcamp. Bis Montag diskutieren die Teilnehmer zwischen 18 und 27 Jahren über Europa und ihre Heimatländer.

Griechische Tradition in Leipzig

„Wir haben uns bewusst für einen Standort in Ostdeutschland entschieden, um hier ein Zeichen für Europa zu setzen“, sagte Giffey zum Auftakt. Leipzig sei eine „aufstrebende, moderne Stadt“, die bereits gute Beziehungen nach Griechenland pflege. Sie verwies auf die seit 1984 bestehende Städtepartnerschaft mit Thessaloniki, in der das griechische Büro entstehen soll.

Burkhard Jung erinnerte daran, dass in Leipzig vor rund dreihundert Jahren die erste griechische Gemeinde in Deutschland gegründet wurde: In der Nähe des Marktplatzes stand bis 1943 das sogenannte Griechenhaus, ein Treffpunkt für Kaufleute und Gelehrte. Bis 2011 unterhielt der südeuropäische Staat zudem ein Generalkonsulat in Gohlis.

Drittes Jugendwerk in Deutschland

Während einer Podiumsdiskussion berichteten Jugendliche von Projekten, die sie im Zuge der deutsch-griechischen Zusammenarbeit vorantreiben wollen. Die 19-jährige Maria Jiannoula aus der Region Korinthia möchte etwa eine digitale Plattform für gemeinsame kreative Projekte einrichten; die Leipzigerin Annegret Janssen sich für den Austausch von Jugendparlamenten einsetzen.

Zukünftig können sich Organisationen aller Art beim Jugendwerk in Leipzig für Projektgelder bewerben. Bisher gibt es nur zwei vergleichbare Institutionen: das Deutsch-Französische Jugendwerk in Berlin sowie das Deutsch-Polnische Jugendwerk in Potsdam. Nachdem Familienministerin Giffey im Oktober 2018 ein Gründungsabkommen für die deutsch-griechische Variante geschlossen hatte, bewarb sich Leipzig als Standort für die deutsche Seite. Obwohl sich vor allem Köln mit seiner großen griechischen Community Chancen ausgerechnet hatte, bekam die Pleißestadt den Zuschlag – die Ministerin hatte sich hierfür persönlich eingesetzt.

Mithilfe der Stadt sucht ihre Behörde derzeit nach zentral gelegenen Büroräumen. Ein erster Vorschlag, eine Etage im Bürogebäude am Markt 10, wo bereits das polnische Institut und der Verein Europa-Haus sitzen, scheiterte aufgrund des Raumzuschnitts. Am Montag stehen weitere Besichtigungen an. 2020 soll das Jugendwerk in Leipzig mit etwa sieben Mitarbeitern an den Start gehen. Die Arbeit wird jährlich mit jeweils drei Millionen von deutscher und griechischer Seite finanziert.

Von Maximilian König

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