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Lokales Leipzig bleibt ihr sicherer Heimathafen
Leipzig Lokales Leipzig bleibt ihr sicherer Heimathafen
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23:00 03.12.2017
Anne-Kathrin Lutz, Restaurant-Managerin der Aida-Kreuzfahrtflotte. Quelle: Brigitte Geiselhart
Leipzig

Sie ist hier geboren, in Möckern aufgewachsen, hat auch schon in Paunsdorf und Mockau gelebt, wohnt jetzt in der Innenstadt. Einmal Leipzigerin – immer Leipzigerin? Für Anne-Kathrin Lutz gilt das auf jeden Fall. Und sie liebt ihre Stadt. Trotzdem zieht es die 34-Jährige immer wieder in die Ferne – um dann wieder in ihren sicheren Heimathafen zurückzukehren. Derzeit ist sie auf der Aidadiva im karibischen Meer unterwegs, nicht als Urlauberin, sondern in beruflicher Mission. Als „Restaurant-Managerin“ des À-la-Carte-Restaurants „Buffalo Steak House“ hat sie Offiziersstatus und alle Hände voll zu tun. Ein Traumjob trotz einer anstrengenden Sieben-Tage-Woche? Eine Frage, die sie mit einem klaren Ja beantwortet.

Anne-Kathrin Lutz trifft man gut gelaunt schon am frühen Morgen – genauso wie am späten Abend. Sie ist für die Organisation des Restaurant-Services zuständig, dort erste Ansprechpartnerin für die Gäste und deren Anliegen. Sie ist für die Schulung und Unterweisung ihrer Mitarbeiter verantwortlich, natürlich auch für die Überwachung der Restaurant- Standards. Das Schreiben von Dienstplänen, die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen fallen in ihren Bereich. Kurz gesagt: Anne-Kathrin Lutz ist im Grunde immer im Dienst.

Nach dem Realschulabschluss an der 65. Schule begann sie eine Lehre zur Restaurantfachfrau in Auerbachs Keller, arbeitete später dort als Oberkellnerin. „Und dann kam der Punkt in meinem Leben, an dem ich dachte, es müsse etwas Neues passieren“, erzählt die Leipzigerin. Gesagt, getan. Den Tipp, auf der Aida anzuheuern, bekam sie von einer Freundin. Zunächst als Steward stieg sie 2010 auf die Aidablu, bereiste zwei Jahre lang unter anderem Ostsee, Mittelmeer und Kanaren. Dann bekam sie von ihrem ehemaligen Chef das Angebot, die Restaurantleitung in Auerbachs Keller zu übernehmen – und sagte zu. „Doch das Aida-Virus ließ mich nicht los, ich musste einfach wieder aufs Schiff“, plaudert Anne-Kathrin Lutz aus dem Nähkästchen. Und wenn man dann an Bord Besuch von der Oma bekommt oder frühere Stammgäste aus dem Restaurant begrüßen kann – umso schöner. Seit Anfang 2017 lebt und arbeitet Anne-Kathrin Lutz auf der Aidadiva, hat zusammen mit rund 2100 Kreuzfahrtgästen und gut 600 anderen Crew-Mitgliedern vor wenigen Tagen den Hafen von New York verlassen, Kurs auf die Bermudas und dann auf die Küste Floridas genommen, um sich jetzt von der karibischen Sonne verwöhnen zu lassen.

Weihnachten wird in diesem Jahr aber nicht auf hoher See verbracht, sondern bei den Lieben zuhause. „Auch auf dem Schiff wird wie in einer großen Familie gefeiert, der Kapitän hält seine Ansprache und die ganze Crew singt Weihnachtslieder in unterschiedlichen Sprachen für die Gäste“, weiß die 34-Jährige. „Aber nichts geht eben über Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat von meiner Mutter. Und auf das Krippenspiel am Heiligen Abend in der Kirche freue ich mich auch schon. Meine Schwester und ich haben als Kinder selbst mitgewirkt.“

Nicht zuletzt heißt es aber im Heimaturlaub erst einmal den Wecker zur Seite zu stellen, richtig auszuschlafen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. „Von Hundert auf Null – das dauert seine Zeit“, so die Erfahrung von Anne-Kathrin Lutz. Ihre berufliche Zukunft hat sie weiter im Blick. Kommendes Jahr hat sie die Dubai-Route auf der Aidastella geplant. „Das geht mir schon lange im Kopf herum und muss nun erfüllt werden“, sagt sie voller Vorfreude. Vom Aida-Virus ist sie wohl noch lange nicht geheilt.

Von Brigitte Geiselhart

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