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Lokales Leipzig debattiert über Verfahren zum Einheitsdenkmal
Leipzig Lokales Leipzig debattiert über Verfahren zum Einheitsdenkmal
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21:19 12.11.2019
„Ich denke, am 29. April sind wir einen ganzen Schritt weiter“, erklärt OBM Burkhard Jung im Bezug auf das städtische Freiheits- und Einheitsdenkmal. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Mit fast einem Jahr Verzögerung sollen in Leipzig Ende April weitere Schritte zu den Planungen für ein städtisches Freiheits- und Einheitsdenkmal folgen. Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) sagte am Mittwoch im Stadtrat, sie gehe fest davon aus, dass bis dahin ein finaler Entwurf zur angestrebten Bürgerbeteiligung vorliegen werde. Demnach ist für den 29. April eine Sitzung mit dem zuständigen Begleitgremium geplant.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) rief zur Geduld auf. Sowohl die Stadt als auch die für die Entwicklung des Verfahrensvorschlags zuständige Stiftung Friedliche Revolution wollten den Erfolg, sagte er. Es sei „hochkomplex“, ein Beteiligungsverfahren zu erarbeiten, das allseits getragen werde. „Ich denke, am 29. April sind wir einen ganzen Schritt weiter“, erklärte Jung.

Denkmal für Montagsdemonstration

Leipzig ringt seit Jahren um die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals. Grundlage bildet ein Bundestagsbeschluss von 2007, in Berlin und Leipzig an die Geschehnisse aus dem Herbst 1989 zu erinnern, die das Ende der Teilung Deutschlands zur Folge hatten. In Leipzig gilt insbesondere die Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989, als gut 70.000 Menschen friedlich gegen das SED-Regime protestierten, als wichtige Wegmarke der friedlichen Revolution in der DDR.

Die Pläne für ein Denkmal in Leipzig waren 2014 nach einem missglückten Architekturwettbewerb bis hin zu juristischen Auseinandersetzungen zunächst auf Eis gelegt worden. Auch mangelnde Bürgerbeteiligung war ein Kritikpunkt.

Qualität gehe vor Schnelligkeit

Nach einem neuerlichen Bundestagsbeschluss vom Juni 2017 nahm die Debatte wieder an Fahrt auf. Im Oktober 2017 beauftragte der Leipziger Stadtrat die Stiftung Friedliche Revolution, einen Verfahrensvorschlag zu erarbeiten. Anders als angekündigt, war dieser im Juni 2018 unter Verweis auf Abstimmungsbedarf mit dem Kulturdezernat jedoch zunächst nicht vorgelegt worden. Das werde nach Ende des Sommers nachgeholt, hieß es damals.

Jennicke kommentierte die Verzögerungen am Mittwoch mit den Worten: „Auch wir hätten schneller arbeiten können.“ Zugleich betonte sie, Qualität gehe vor Schnelligkeit.

Von LVZ/epd

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