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Lokales „Leipzig kohlefrei“ überreicht Petition mit mehr als 2000 Unterschriften
Leipzig Lokales „Leipzig kohlefrei“ überreicht Petition mit mehr als 2000 Unterschriften
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15:19 15.11.2017
Blick auf das Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig. (Archiv) Quelle: dpa
Leipzig

Passend zur Weltklimakonferenz hat das Bündnis „Leipzig kohlefrei“ - eine Gruppe aus Vertretern von Greenpeace, Naturschutzbund und Ökolöwe - Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Mittwoch vor der Stadtratssitzung eine Petition mit 2022 Unterschriften übergeben, die den Kohleausstieg und ein Umschwenken auf erneuerbare Energien fordern.

Die Initiative wünscht den Ausstieg bereits ab 2018. „Wenn wir globale Klimaziele erreichen wollen, müssen auch die Kommunen etwas tun“, betonte Sprecherin Rafaela Müller. Das Bündnis will die Leipziger Stadträte überzeugen, auf die Stadtwerke Leipzig einzuwirken, in ihrem Mix künftig auf Kohlestrom zu verzichten. Gefordert wird dies ebenfalls für Fernwärme, die die Stadtwerke vom Kraftwerk Lippendorf beziehen. Das Bündnis setzt auf einen bindenden Beschluss zum Kohleausstieg durch den Stadtrat. Neue Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen müssten entstehen beziehungsweise Strom aus erneuerbaren Energien gekauft werden.

Exit-Strategie erarbeiten

Der Stadtrat hatte das Thema auf Initiative der Grünen und der Linken bereits im Oktober diskutiert. Dort wurde ein Prüfauftrag beschlossen, bis Sommer 2018 eine Exit-Strategie zu erarbeiten, wie der Fernwärmebezug aus Lippendorf beendet werden kann. Die Prüfung soll Szenarien zum Ausstieg im Jahr 2023 beziehungsweise 2030 umfassen und vor allem die technische Machbarkeit sowie die ökonomischen Folgen für die Stadtwerke auflisten.

„Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel, dies in den nächsten zehn Jahren überhaupt zu schaffen“, sagte Jung. „Der Kohleausstieg muss wirtschaftlich vertretbar sein und technologisch möglich werden. Ich bin gespannt, was in Berlin bei den Koalitionsverhandlungen passiert.“ Im Zeitraum, den die Petition fordert, sei dies aber nicht möglich. Grünen-Fraktionschef Norman Volger bezeichnet aber den Zeitpunkt 2023 als legitim: „Dann endet der Vertrag der Stadtwerke mit dem Kraftwerk Lippendorf.

Von Matthias Orbeck

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