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Lokales Leipzig macht Dampf bei Unternehmensgründungen
Leipzig Lokales Leipzig macht Dampf bei Unternehmensgründungen
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23:05 04.03.2019
Das LVZ-Basislager Coworking im Peterssteinweg ist eines der schon bestehenden Gründerzentren. Ein Gründerzentrum für digitale Geschäftsideen soll nun hinzukommen. Quelle: André Kempner
Leipzig

In Sachen Firmengründungen will Leipzig Gas geben. Mit einem Investitionsvolumen von sieben Millionen Euro will die Stadt ein Gründerzentrum für digitale Geschäftsideen schaffen. Der Stadtrat hat auf Antrag der CDU-Fraktion der Verwirklichung dieses Vorhabens zugestimmt.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass eine wachsende Stadt wie Leipzig auch zusätzliche neue Arbeitsplätze benötigt“, sagte Unionsfraktionschef Frank Tornau der LVZ. Es sei besorgniserregend, wenn die kommunalen Ausgaben schneller stiegen als die sich gut entwickelnden Einnahmen, insbesondere bei der Gewerbesteuer. Kaum jemand kümmere sich darum, diese Schieflage zu verändern. Dem solle mit dem „dringend benötigten“ Gründerzentrum entgegengewirkt werden.

Geplant ist, dass die Leipziger Gewerbehof GmbH & Co. KG (LGH) die Federführung übernimmt. Noch in diesem Jahr soll das Zentrum die Arbeit aufnehmen. Die LGH wurde vor fünfzehn Jahren als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Leipzig, der Handwerkskammer sowie der Indus-trie- und Handelskammer ins Leben gerufen, um kleinen und mittelständischen Firmen geeignete Mietflächen in Gewerbeimmobilien zu offerieren.

Nicht zufällig soll das neue Zentrum neben der Gründerschmiede Spin Lab der Handelshochschule (HHL) auf dem Gelände der alten Baumwollspinnerei entstehen. „Das ist eine Art Erweiterung“, sagte Tornau. Immerhin habe sich Leipzig in einem bundesweiten Wettbewerb erfolgreich als digitaler Hub beworben. Die Region kümmert sich dabei um die Themenfelder Energie, Smart City und elektronische Gesundheit.

Als „wichtigen Eckpfeiler für die Wirtschaft in Leipzig“ lobte HHL-Gründungsexperte Alexander Lahmann die Initiative. Schließlich solle das Zentrum nicht nur Gründern „eine Atmosphäre für Innovation und Wandel“ bieten, sondern zusätzlich dem regionalen Mittelstand als Anlaufpunkt dienen, um mit digitalen Geschäftsmodellen in Kontakt zu kommen, sagte der Professor. „Wir erhoffen uns Impulse für Start-ups ebenso wie für mittelständische Betriebe, insbesondere in Hinblick auf die Digitalisierung“, sagte Stefan Leermann. Er ist Geschäftsführer der Sparkassen-Beteiligungen, der regional führenden Beteiligungsgesellschaft.

Die Anzahl der Firmengründungen in Sachsen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Von 2015 bis 2017 kamen nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau auf 10 000 Erwerbsfähige im Schnitt 112 Existenzgründungen. Im Zeitraum zuvor waren es 35 mehr. Einer der Gründe ist die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt. Es ist relativ leicht, gute Jobs zu finden. Das minimiert die Anreize zum Sprung in die Selbstständigkeit.

In der Region gibt es mehrere Gründerzentren. Neben dem Spin Lab agiert erfolgreich das der Madsack Mediengruppe (u. a. Leipziger Volkszeitung) gehörende Basislager Coworking, wo es neben modernen Arbeitsplätzen ein Gründer-Netzwerk für professionellen Rat gibt. In der Bio-City haben Biotechnologie und Biomedizin Priorität. Das Business & Innovation Center bietet Büros und Laborflächen. Im Social Impact Leipzig erhalten Social-Start-ups Hilfe.

Von Ulrich Milde

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