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Lokales Leipzig setzt Schräg-Parken zur Verkehrsberuhigung ein
Leipzig Lokales Leipzig setzt Schräg-Parken zur Verkehrsberuhigung ein
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12:18 29.07.2019
In der Gletschersteinstraße dürfen Autos jetzt auf einer Seite schräg zur Fahrbahn parken. Von der damit einhergehenden Verengung der Straße verspricht sich die Verkehrsbehörde eine Verringerung der Durchfahrtsgeschwindigkeit. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Eigentlich sollen Fahrbahnmarkierungen für mehr Klarheit sorgen. In der Gletschersteinstraße in Stötteritz scheint jedoch das genaue Gegenteil der Fall zu sein. Vor Kurzem, so berichtet Robert Etges, seien dort auf dem Fahrbahnbelag im Kreuzungsbereich zur Naunhofer Straße zwei Sperrflächen aufgemalt sowie zwei Stellplätze markiert worden, die schräg zur Fahrbahn angeordnet sind. Niemand wisse so richtig, ob das Schräg-Parken für den ganzen Straßenabschnitt gilt oder nur für die beiden Stellflächen.

Anlieger zwischen Naunhofer Straße und Am Wasserwerk verunsichert

Er selbst, so der 57-Jährige, kann es sich nicht vorstellen, dass das Parken quer zur Fahrbahn generell gelten soll, denn dadurch werde es recht „unübersichtlich“ in der Straße. Die parkenden Autos verengen die Straße so sehr, dass von der Fahrbahn nicht mehr genug übrig bleibt, damit zwei sich begegnende Fahrzeuge sicher aneinander vorbei kommen. Dies habe schon zu einigen brenzligen Situationen geführt, erinnert sich Etges.

Doch genau das hat das Verkehrs- und Tiefbauamt offensichtlich beabsichtigt. Die zwei markierten Stellflächen geben nach Auskunft des Verkehrs- und Tiefbauamtes die Parkordnung für den gesamten Straßenabschnitt vor. Diese Parkordnung hebe sich erst an der nächsten Einmündung von rechts, also der Straße Am Wasserwerk, automatisch wieder auf.

Stadt will Respektierung der Tempo-30-Zone erreichen

Die Gletschersteinstraße sei im betreffenden Abschnitt 10,70 Meter breit. „Mit der Parkordnung schräg zur Fahrbahn wird der Straßenquerschnitt verringert, was zur Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten und damit zur Unterstützung der bestehenden Tempo-30-Zonenregelung zielführend ist“, heißt es aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt.

Darüber hinaus würden auf diese Weise für Fußgänger die Querungswege verkürzt und die Überquerung der Fahrbahn werde an dieser Stelle erleichtert. Ein Risiko für den Durchgangsverkehr sieht man in der Behörde nicht: „Die verbleibende Restfahrbahnbreite gewährleistet den für den in der Gletschersteinstraße regelmäßig vorkommenden Begegnungsfall Pkw/ Pkw, angepasste Fahrgeschwindigkeiten vorausgesetzt.“

Verkehrsbehörde erwägt Ausdehnung des Schräg-Parkens

Weitere markierte Flächen zur Verdeutlichung der Parkordnung seien nicht vorgesehen. „Inwieweit sich die Parkordnung durch zusätzliche Beschilderung besser vermitteln lässt, wird noch geprüft“, teilt das Amt mit. Ebenfalls geprüft werde eine Fortführung der Schräg-Parkordnung für die gesamte westliche Gletschersteinstraße.

Die Sperrflächen im Einmündungsbereich von Naunhofer Straße/Gletschersteinstraße bestehen übrigens seit dem Jahr 2007. Sie sollen nach dem Wegfall der Schülerlotsen Kindern und Jugendlichen mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule bringen.

Von Klaus Staeubert

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