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Lokales Leipzig soll Helmut-Kohl-Platz bekommen
Leipzig Lokales Leipzig soll Helmut-Kohl-Platz bekommen
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21:03 13.02.2019
Der Platz vor der Neuen Messe soll in Zukunft an den Ex-Bundeskanzler erinnern. (Archiv) Quelle: Volkmar Heinz
Leipzig

In Leipzig sollen mehrere Straßen neu benannt werden, um Menschen zu gedenken, die in der Messestadt gewirkt haben. Damit will die Verwaltung nach eigenen Angaben unter anderem einen Antrag der Leipziger CDU umsetzen, der im November 2017 durch den Stadtrat beschlossen wurde.

Der Platz vor der Neuen Messe soll in Zukunft Helmut-Kohl-Platz heißen. Die Wahl des 34.000 Quadratmeter großen Ortes bezieht sich auch auf die Bedeutung des ehemaligen Bundeskanzler, dessen Regierung eben nicht nur den internationalen Austausch in Leipziger ermöglicht, sondern auch den Bau der Neuen Messe gefördert hatte.

Im südlichen Zentrum soll der Abschnitt zwischen der Nonnenmühlgasse und der Dimitroffstraße an die katholische Ordensschwester Ruth Pfau erinnern. Die Ärztin wurde 1929 in Leipzig geboren und hat sich als Ärztin besonders um die Behandlung von Lepra und Tuberkolose in Pakistan verdient gemacht. Dafür wurde sie bereits zu Lebzeiten mit dem Bundesverdienstkreuz und dem asiatischen Ramon-Magsaysay-Preis ausgezeichnet. Sie verstarb am 10. August 2017 in der pakistanischen Stadt Karatschi.

Außerdem soll ein Straßenabschnitt der Spinnereistraße nach dem brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer benannt werden, der 2012 verstarb. Als Modernist arbeitete er vor allem mit Stahlbeton und wurde vor allem für die Planstadt Brasilia bekannt, die 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Kurz vor seinem Tod stellte Niemeyer noch den Entwurf der „Niemeyer-Sphere“ fertig, die aktuell auf einem Gebäude auf dem Leipziger Spinnereigelände gebaut wird und noch in diesem Frühjahr als Café eröffnet werden soll. Ob Besucher von dort dann auch auf die Oscar-Niemeyer-Straße sehen können, entscheidet der Stadtrat, der dem Vorschlag des Bürgermeisters noch zustimmen muss.

thiko

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