Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzig stellt Konzept für Radverkehr vor: 30 Millionen Euro werden gebraucht
Leipzig Lokales Leipzig stellt Konzept für Radverkehr vor: 30 Millionen Euro werden gebraucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:27 28.10.2010

30 Millionen Euro wären dafür nötig.

Aktuell steht Radlern in Leipzig ein Netz von rund 300 Kilometern zur Verfügung. Seit 2002 fasst die Stadt alle Aktivitäten für die Förderung des Radverkehrs in einem Handlungskonzept fest. Das soll jetzt zukunftsfähig werden: Der "Radverkehrentwicklungsplan 2010 - 2020" steht zur Einsicht auf der Webseite der Stadt zur Verfügung.

Pro Jahr 2,5 Mio. Euro für die Verbesserung des Radwegenetzes, einmalig 360.000 Euro für neue Bike+Ride-Anlagen, dazu 1,8 Mio. Euro für eine Fahrradstation am Hauptbahnhof - das sind nur einige Eckpunkte, für die der Finanzierungsbedarf der nächsten zehn Jahre aufgeführt werden. Edeltraut Höfer, Leiterin des Verkehrs- und Tiefbauamts, nennt diese Zahlen eine erste grobe Schätzung. "Bei der jetzigen Haushaltslage eigentlich nicht machbar", sagt sie auf Anfrage von LVZ-Online.

Radfahren in Leipzig soll schöner und sicherer werden. Die Stadt stellt jetzt den Entwicklungsplan für den Radverkehr vor, der die Ziele bis 2020 absteckt. Von neuen Radwegen über Bike-and-Ride-Anlagen bis zu Fahrradstraßen in der Südvorstadt reicht die Planung. 30 Millionen Euro wären dafür nötig.

Was im nächsten Jahr wirklich kommt, kann die Praktikerin im Detail noch gar nicht sagen. Darüber hinaus hat so manche Bau-Maßnahme, von der am Ende auch Radler profitieren, im Amt ein ganz anderes Etikett: Wird eine Straße neu- oder ausgebaut, sollen die Bedürfnisse der Radler bedacht werden. So läuft es bei den Baumaßnahmen an der Max-Liebermann-Straße und an der Prager Straße, die im Dezember freigegeben wird. 2011 kann auf diese Weise auch die Lützner Straße ein weniger gefährliches Pflaster für Pedalritter werden.

Gerade in der City und in der Südvorstadt treffen die Bedürfnisse der Rad- und Autofahrer knallhart aufeinander. Doch für das sensible Thema Promenadenring will die Verwaltung im November erstmal im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bauen reden und eine neue Vorlage auf den Weg bringen: "Ein schwieriges Thema", sagt Edeltraut Höfer.

Für die Südvorstadt sieht der Allgemeine Deutsche-Fahrradclub Leipzig (ADFC) auch mit kleinem Budget Verbesserungen machbar: "Die Einrichtung von Fahrradstraßen" steht auf der Wunschliste von Vorstand Alexander John ganz oben, und er denkt da durchaus auch an die Karl-Liebknecht-Straße.  Die "Karli" wird im Konzept zwar nicht als Fahrradstraße vorgeschlagen, dafür gibt es Empfehlungen, die Bernhard-Göring- und die Kochstraße als Kandidat zu prüfen, "in Abschnitten oder nach baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrbahnoberfläche".  Erleichterungen für Radler könnten ohne großen Aufwand auch durch die Öffnung von Einbahnstraßen oder die Markierungen von Radwegen "an überbreiten Straßen wie der Käthe-Kollwitz-Straße" erfolgen, sagte John.

Ein anderes Kaliber ist die Einrichtung einer Fahrradstation im Hauptbahnhof. "Es gibt immer wieder Beschwerden, dass rund um den Bahnhof Räder irgendwie abgestellt werden", weiß Verkehrsexpertin Höfer. Im Zuge des Citytunnel-Baus würden im Westflügel an den Gleisen Freiflächen entstehen. Aus Sicht der Planerin ein idealer Ort für eine Fahrradstation, "attraktiv für alle, die mit der Bahn kommen oder weiterfahren", sagt sie. Geschätzter Aufwand: 1,8 Millionen Euro. Mehr, als dass die Stadt mit der Deutschen Bahn im Gespräch zu den Möglichkeiten einer solchen Station sei, will Edeltraut Höfer auch hier nicht preisgeben.

Radverkehrsentwicklungsplan - sperriger Name für eine schöne Zukunftsmusik? Höfer: "Man muss sich hohe Ziele setzen, sonst kann man nichts erreichen". Am 3. November hat jeder die Möglichkeit, die Neuerungen bei einem öffentlichen Forum im Neuen Rathaus kennenzulernen (18 Uhr, Sitzungssaal Stadtrat). Wer für seine Belange Alarm klingeln will, kann Anregungen noch bis zum 26. November per Brief oder E-Mail einreichen.

Evelyn ter Vehn

Als Luther 1517 seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug, hätte er sich kaum träumen lassen, welchen Wirbel seine Forderungen auslösten. In Leipzig erinnern die Protestanten an die Geburtsstunde der Reformation.

28.10.2010

Halloween entwickelt sich auch hierzulande zu einem immer beliebteren Fest. Diesem Trend verschließt sich auch das Team des GeyserHaus e.V. nicht und verwandelt die hauseigene Parkbühne am Samstag zum „GeysterHaus".

28.10.2010

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute in drei Fällen entschieden, dass für internetfähige PC Rundfunkgebühren zu zahlen sind. Die Rundfunkanstalten halten die Besitzer von internetfähigen PC für gebührenpflichtig, weil sich mit diesen Geräten Sendungen  empfangen lassen, die mit sogenannten Livestream in das Internet eingespeist werden.

27.10.2010