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Lokales Leipzig stöhnt unter der Hitze – neuer Besucherrekord in den Freibädern
Leipzig Lokales Leipzig stöhnt unter der Hitze – neuer Besucherrekord in den Freibädern
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23:03 01.08.2018
Massenandrang wie im Hotel-Pool auf Mallorca: Das Schreberbad ist in diesen Tagen rappelvoll. Quelle: André Kempner
Leipzig

Leipzig ächzt unter der Hitze. Neben den Seen profitieren davon besonders die Freibäder. Vor allem Familien mit Kindern tauchten am Mittwoch beispielsweise bei 30 Grad im Freibad Stötteritz vor der großen Sommerhitze ab und suchten sich ein schattiges Plätzchen unter großen Bäumen und dem Sonnensegel. Dabei klingeln in diesem Jahr die Kassen. „Wir haben den Besucherrekord von 2015 geknackt. Das habe ich nicht erwartet, dabei haben wir noch über einen Monat Saison vor uns“, freut sich Martin Gräfe, der bei der Firma Leipziger Sportbäder den Bäderbetrieb leitet.

Seit Saisonstart kein Tag ohne Besucher

So sind bislang 177.636 Besucher in den Sommerbädern Kleinzschocher, Schönefeld, Südost, im Ökobad Lindenthal sowie im Kinderfreibecken „Robbe“ an der Schwimmhalle Nord registriert worden. Im Jahr 2015 waren es 177.049 Gäste; im Vorjahr 138.040. Seit Saisonstart 2018 gab es keinen Tag ohne Besucher – der niedrigste Wert wurde mit 36 Besuchern am 10. Juli erreicht. Spitzentag war der 31. Juli mit 9609 Badegästen.

Firma stellt Bedürfnisse von Familien in den Vordergrund

Natürlich hat das Wetter einen großen Anteil daran, als Selbstläufer will Brigitte Teltscher, die kaufmännische Geschäftsführerin, das Ergebnis dennoch nicht stehen lassen. „Es macht sich bezahlt, dass wir kontinuierlich in die Freibäder investiert und uns entschieden haben, uns vorrangig um Familien mit kleinen Kindern zu kümmern“, sagt sie. So könne man der Konkurrenz der vielen Seen trotzen. Dort genießen viele, vor allem Jugendliche, die Freiheit am See.

Familien mit Kindern legen hingegen viel Wert auf Spielangebote, Schattenplätze, gute Sanitäranlagen und vor allem auf Sicherheit. In Stötteritz wurde in diesem Jahr das Becken repariert, mit Folie ausgekleidet, eine neue Rutsche gebaut. „Die Kinder fühlen sich wohl, ich komme gerne hierher“, erzählt Maria Richter, die vom Thonberg mit dem Fahrradanhänger kommt.

Schreberbad bleibt der Spitzenreiter

Spitzenreiter bei den Freibädern bleibt das stadtnahe Schreberbad, das längere Öffnungszeiten (täglich 9 bis 21 Uhr sowie dienstags und donnerstags Frühbadestunden ab 7 Uhr) anbietet. Selbst da wird es an vielen Tagen eng. In diesem Jahr waren bereits 49 500 Gäste im Schreberbad. Probleme mit der Wasserqualität gibt es nicht – auch nicht im Ökobad Lindenthal.

Um Gäste zu begeistern, gibt es regelmäßig Spiele am Wasser, kostenlose Aqua-Kurse, Turniere wie Beachvolleyball oder Beach-Soccer. Erstmals in diesem Sommer können Interessierte wie Meerjungfrauen abtauchen. Meermaiding – was aus Tauchen und Schwimmen mit der Flosse besteht – liegt im Trend. Die Leipziger Firma Swimolino bietet das bei uns zu festgelegten Terminen an. „Das wird gut angenommen“, so Gräfe.

Geschäftsführerin lobt Einsatz der Mitarbeiter

Rund 125 Mitarbeiter, darunter 50 Saisonkräfte, vom Kassierer bis zum Rettungsschwimmer kümmern sich, dass der Betrieb reibungslos verläuft. „Für die Mitarbeiter ist es in diesem Jahr schwierig. Sie sind die ganze Zeit im Einsatz, es gibt kaum Ruhepausen wie an Regentagen“, lobt Teltscher das Engagement. Zum Saisonstart hatte die Gewerkschaft Verdi allerdings kritisiert, dass die Beschäftigten die mit dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst vereinbarte Lohnerhöhung vorerst nicht erhalten sollen. „Darüber wird noch verhandelt, es hat aber regelmäßig Angleichungen gegeben“, so Teltscher. Die Firma selbst verhandle mit der Stadt Leipzig über höhere Zuschüsse, da ihre Aufgaben vielfältiger werden – so sind beispielsweise zwei neue Schwimmhallen geplant. Deshalb soll ein neuer Bäderleistungsfinanzierungsvertrag abgeschlossen werden.

Eintritt: vier Euro, ermäßigt 3 Euro, mit Leipzig-Pass 2,20 Euro

Von Mathias Orbeck

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