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Leipziger ADFC warnt vor Kreuzungen mit wartenden Lkw

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22:17 06.07.2020
Im Juni war eine Radfahrerin bei einem Unfall mit einem Lkw an der Kreuzung Richard-Lehmann-/Zwickauer-Straße verunglückt (Archivbild). Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Leipzigs Straßen stellen insbesondere für Fahrradfahrende oftmals ein erhöhtes Risiko dar – erst im Juni verstarb eine 35-Jährige nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen. Die örtliche Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat sich von Experten beraten lassen.

Wenn ein Radler an Kreuzungen geradeaus weiterfahren möchte und ihn der Lastwagenfahrer beim Abbiegen übersieht, endet dies oftmals mit einem Unfall. Der ADFC hat daher einige Tipps für die Sicherheit und das Verhalten bei solchen Kreuzungssituationen zusammengetragen: Es wäre für Radler ratsam eher hinter dem Lkw stehen zu bleiben und zu warten, bis er abgebogen sei, statt sich mit dem eigenen Zweirad direkt neben ihn zu stellen. Dies sei besonders gefährlich und sollte unter allen Umständen vermieden werden. Bestenfalls wird den Radelnden empfohlen Blickkontakt mit dem Lkw-Fahrer aufzunehmen und die eigenen Fahrabsichten zu signalisieren. Auch mehrere Meter vor dem Lastwagen zu stehen sei sicherer.

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Radverkehrsbeauftragter: „Auf Vorfahrtsrecht zu bestehen ist nicht empfehlenswert“

Ein Rat von Grit Blümle, die Geschäftsführerin der Verkehrswacht Leipzig, lautet daher: „Man sollte in unübersichtlichen oder unsicheren Situationen warten, einen anderen Weg wählen oder sogar absteigen und die paar Schritte über die Straße schieben.“ Durch Reflektoren, Beleuchtung oder helle Kleidung würde zudem die eigene Sichtbarkeit erhöht.

„Es ist schlichtweg nicht nur der Radfahrende verantwortlich, sondern jeder Verkehrsteilnehmer“, betont Polizeisprecher Olaf Hoppe. Dennoch müssten alle Beteiligten im Verkehr immer mit Fehlern anderer rechnen. Auch der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Leipzig, Christoph Waack, sagt: „Auf sein Vorfahrtsrecht zu bestehen, ist nicht empfehlenswert.“

Von lcl