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Lokales Leipziger Bündnis ruft zum Corona-Gegenprotest auf
Leipzig Lokales Leipziger Bündnis ruft zum Corona-Gegenprotest auf
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15:57 14.05.2020
Im Leipziger Nikolaikirchhof versammelten sich ca. 100 Personen, um gegen die Maßnahmen der Regierung in der Corona- Krise zu protestieren. Gegen diese Proteste richtet sich dem Demo am Sonnabend.
Im Leipziger Nikolaikirchhof versammelten sich ca. 100 Personen, um gegen die Maßnahmen der Regierung in der Corona- Krise zu protestieren. Gegen diese Proteste richtet sich dem Demo am Sonnabend. Quelle: Dirk Knofe - Picturework.eu
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Leipzig

Politiker und Aktivisten rufen für Samstag in Leipzig auf dem Markt zum Protest gegen Demonstrationen auf, die sich gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise richten. Bei den Versammlungen um 16 Uhr der vergangenen Wochen seien immer wieder Verschwörungsideologen, Antisemiten und „Rechte jeglicher Spektren“ zusammengekommen, erklärte das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ am Donnerstag und betonte: „Dem gilt es klar und deutlich zu widersprechen.“

„Mundschutz führt nicht in die Diktatur“

Die Leipziger Landtagsabgeordnete Christin Melcher (Grüne) sagte, temporäre Einschränkungen wie das Tragen eines Mundschutzes führten „nicht in die Diktatur, sondern sind Teil einer verantwortungsbewussten und solidarischen Gesellschaft“. Dafür gelte es zu demonstrieren und sich einzusetzen, „nicht für apokalyptische Untergangs- bis hin zu selektionistischen Immunitätsszenarien, gepaart mit radikalen und rechten Positionen“.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Marco Böhme, warnte, die Demonstrationen könnten zu einer Verharmlosung der nach wie vor bestehenden Gefahr durch das Coronavirus führen. „Wenn die Menschen jetzt aufhören, sich an die einfachsten Regeln zu halten, stehen weiter Menschenleben auf dem Spiel“, betonte er. Das Virus sei noch nicht besiegt.

Organisatorin Irena Rudolph-Kokot erklärte, das Bündnis lade zum Demonstrieren und zur Diskussion über die aktuelle Situation ein. „Die klare Abgrenzung zu jeglichen Einstellungsmustern und Ideologien gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ist für eine demokratische Debatte unerlässlich und deren Voraussetzung“, betonte sie.

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Von LVZ