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Lokales Leipziger Caritas baut neue Kita am Ring
Leipzig Lokales Leipziger Caritas baut neue Kita am Ring
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23:04 23.08.2018
Modell des neuen Mehrzweckgebäudes an der Nonnenmühlgasse/Ecke künftige Ruth-Pfau-Straße gegenüber der neuen Propsteikirche (Turm im Hintergrund angedeutet).
Modell des neuen Mehrzweckgebäudes an der Nonnenmühlgasse/Ecke künftige Ruth-Pfau-Straße gegenüber der neuen Propsteikirche (Turm im Hintergrund angedeutet). Quelle: D&P Planungsgesellschaft mbH
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Leipzig

Am Donnerstagnachmittag wurde in der Nonnenmühlgasse – gleich gegenüber der neuen Propsteikirche – der Grundstein für ein Mehrzweckgebäude gelegt, dessen Bauherr das katholische St. Elisabeth-Krankenhaus Connewitz und dessen Hauptmieter der katholische Wohlfahrtsverband Caritas ist. Außer der Kindereinrichtung wird die zwischen 12 und 14 Millionen Euro teure Immobilie noch Beratungsstellen der Caritas und Wohnungen beherbergen.

Bauarbeiten auch in Reudnitz

Zugleich haben die Arbeiten für eine Caritas-Kita in Reudnitz-Thonberg begonnen. Sie ist Teil des Projektes Campus Lorenzo, eines Sozial-Quartiers im Bereich Stötteritzer Straße/Riebeckstraße/Witzgallstraße (die LVZ berichtete). Die neue Kindereinrichtung neben der Propsteikirche ist für 129 Mädchen und Jungen konzipiert, die neben der St. Laurentius-Kirche in der Reudnitzer Witzgallstraße für 124. In beiden Häusern wird es jeweils sechs Plätze für Integrativkinder geben.

Ein Winkel gegen Lärm und Feinstaub

Das sechsgeschossige Gebäude in der Nonnenmühlgasse 3 geht auf einen Entwurf der D&P Planungsgesellschaft zurück. Deren Chef Ulrich Seelig sprach von einer besonderen Herausforderung, eine Kita am Rande der Leipziger Innenstadt zu bauen, denn es gelte, Lärm- und Feinstaubbelastung zu minimieren. Der Bau bildet einen Winkel mit einer Traufhöhe von 22 Metern. Die Kita-Freifläche befindet sich hinter den beiden Flügel des Hauses – „gut abgeschirmt“, wie Seelig betonte. Die Krippe zieht ins Erdgeschoss, der Kindergarten in die erste Etage. Eine dritte Ebene nutzt die Caritas für ein neues Beratungszentrum, das 25 Büros umfasst. Der Rest des Hauses bietet Raum zum Leben, der auf dem freien Markt feilgeboten wird, und eine Tiefgarage. Die 17 Wohnungen werden zwischen 60 und 140 Quadratmeter groß sein. Wenn alles glatt läuft, steht das Mehrzweckgebäude im Frühjahr 2020.

Projekt mit Anlaufschwierigkeiten

„Hinter uns liegt ein kompliziertes und zeitaufwendiges Genehmigungsverfahren. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute hier stehen und unser Projekt um diesen entscheidenden Schritt voranbringen“, sagte Bauherr Albrecht Graf Adelmann, der Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses. „Seit 15 Jahren bemühen wir uns gemeinsam mit der Propstei, im Stadtzentrum einen Kita-Standort zu entwickeln. Mithilfe des St. Elisabeth-Krankenhauses ist es nun gelungen, diese Pläne zu verwirklichen. Dafür sind wir sehr dankbar“, betonte Tobias Strieder, der Geschäftsführer des Leipziger Caritasverbandes. Und Propst Gregor Giele von der katholischen Trinitatis-Pfarrei freut sich über die neuen Nachbarn, „weil unser Konzept von Anfang an besagte, dass das geistliche Zentrum Propsteikirche auch einen sozialen Schwerpunkt erhält“.

Name für Campus-Lorenzo-Kita noch offen

Dass das Verhältnis zwischen Giele & Co. sowie der Caritas-Kita eng werden dürfte, belegt schon der Name der neuen Einrichtung: St. Franziskus. Er geht auf den Sankt-Franziskus-Verein zurück, der die Kinderseelsorge der Propsteigemeinde seit 2003 unterstützt. Welchen Namen die Kindertagesstätte auf dem künftigen Campus Lorenzo erhält, ist derweil offen. Diese Betreuungseinrichtung wird voraussichtlich schon im Herbst 2019 öffnen. Die Kita in der Witzgallstraße steht am Beginn eines Prozesses, der das gegenwärtig ruinöse Areal neben der Reudnitzer Laurentiuskirche massiv aufwerten wird. Denn bis 2021 entstehen außerdem noch ein Berufsschulzentrum der Johanniter-Akademie für 700 junge Leute, ein Wohnheim für rund 60 Akademie-Schüler sowie Wohneinheiten für Menschen mit sicherem Einkommen, für sozial Schwache sowie für Senioren, die betreut werden müssen. Bauherr ist die Firma Basis d aus Dresden. Voraussichtliche Investitionssumme: rund 29 Millionen Euro.

Von Dominic Welters