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Lokales Leipziger Duo startet Crowdfunding für fahrendes Kino
Leipzig Lokales Leipziger Duo startet Crowdfunding für fahrendes Kino
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15:51 03.07.2018
Das fahrende Kino kommt samt Leinwand, Beamer, Lautsprecher und kleiner Bar. Quelle: privat
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Leipzig

„Wir bringen Kino an Orte, an denen es kein Kino (mehr) gibt.“ Mit diesem Versprechen haben Isabel Lindemann und Felix Kolb (beide 25) das Crowdfundig für ihr fahrendes Kino „¡Anda!“ gestartet. 2.150 Euro wollen die beiden Leipziger Studierenden sammeln, um Lizenzen für Filme zu bezahlen und die Reparaturkosten für ihren ausgebauten Kleinbus zu decken. Der ist vollständig für das Kino-Erlebnis im Freien ausgerüstet: Beamer, Leinwand, Lautsprecher, eine kleine Bar für Getränke und Popcorn. Dazu auf dem Dach eine Solaranlage. „Wir können an allen Orten Kino machen, sei es an einem Flussufer, unter Weiden, sei es auf dem Acker oder in einer Mulde im Wald“, erklärt Felix. Auf dem Programm stehen Independent-, Kunst- , Kurz- und Dokumentar-Filme. Offen sind die beiden „¡Anda!“-Gründer auch für Kooperationen mit Filmemachern an den jeweiligen Spielorten.

Film im Freien und auf dem Land, dafür steht das fahrende Kino „¡Anda!“ Quelle: Elisa Junker

Premiere geglückt

Das Konzept kommt an. Bei der Vorpremiere in einem Leipziger Hinterhof und einem Stopp auf einem Bauernhof in Brandenburg waren die Reaktionen positiv. „Wir sind da sehr spontan hingefahren, weil das Festival, auf dem wir eigentlich eingeplant waren, ausgefallen ist. Im Ort haben wir Werbung gemacht und obwohl am Anfang ein paar skeptische Blicke dabei waren, sind zu der Vorstellung einige Bewohner gekommen“, erzählt Isabel.

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In den kommenden Wochen macht „¡Anda!“ unter anderem beim Klimacamp Leipziger Land (ab 28. Juli in Pödelwitz) und auf verschiedenen Höfen in Hessen, Niedersachsen sowie Thüringen Halt. Auf Profit sei das Projekt dabei nicht ausgelegt. Den wachsenden Graben zwischen Stadt und Land überwinden, Gemeinschaft, Kennenlernen und Austausch lauten die Schlagworte.

Felix Kolb und Isabel Lindemann sind mit ihrem fahrenden Kino ¡Anda! unterwegs. Quelle: privat

Crowdfunding noch bis Ende Juli

Den Anstoß für das fahrende Kino gab Isabel ein Erlebnis in Frankreich: „Ich war mit Freunden unterwegs. Auf einem Parkplatz bei Biarritz haben Camper mit einem kleinen Beamer Filme an eine Wand gestrahlt. Die Atmosphäre war einfach toll. Das habe ich Felix erzählt und der Plan stand“, erzählt die Studentin der Kulturwissenschaften. Das Crowdfunding für „¡Anda!“ – was im Spanischen unter anderem ein Ausdruck des Erstaunens ist oder auch „Fahr los! bedeutet – läuft noch bis zum 29. Juli.

Von anzi

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