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Lokales Nach Corona-Tief: Leipziger Einzelhandel erholt sich langsam
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Leipziger Einzelhandel erholt sich nach Corona-Tief langsam

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07:30 17.07.2020
Menschen beim Bummeln in der Grimmaischen Straße in Leipzig. Im Juni hat sich der Einzelhandel im Vergleich zum März und April erholt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Leipziger Einzelhandel hat einer Umfrage zufolge im Juni weniger Umsatz eingebüßt als in den beiden vorangegangenen Monaten. Mitte Juni wurde von einem Umsatzminus von 18 Prozentpunkten ausgegangen – im April konnten die Händler im Vergleich nur die Hälfte ihrer Gewinne vor der Krise erwirtschaften, wie es am Donnerstag seitens der Stadt Leipzig hieß. Auch die Anzahl der Kunden habe im Juni fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Für die Untersuchung waren 72 Händler verschiedener Branchen unter anderem von der Handelshochschule Leipzig (HHL) und dem Handelsverband Leipzig befragt worden.

Vielen Händlern droht im kommenden Jahr das Aus

„Die Studie zeichnet ein gemischtes Bild der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Handel“, sagte HHL-Juniorprofessor Erik Maier. Obwohl die tiefen Einbrüche bei Umsatz und Besucherfrequenz vorbei seien, gingen zwölf Prozent der Händler davon aus, ihr Geschäft im nächsten Jahr schließen zu müssen. 65 Prozent der Befragten sehen hingegen nur ein geringes oder mittleres Risiko für eine Geschäftsaufgabe.

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Weiteren Ergebnissen der Studie zufolge wünschen sich die Leipziger Händler von der Kommunalpolitik vor allem finanzielle Hilfen und Konzepte zur Stärkung des Handels und der Innenstadt. Größte Sorgen der Geschäftsleute ist demnach, dass es zu einer zweiten Pandemie-Welle, zu verschärften Hygienemaßnahmen und sinkenden Umsätzen kommt.

Von liko