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Lokales Leipziger Elefantenbaby lernt seine „Tanten“ kennen
Leipzig Lokales Leipziger Elefantenbaby lernt seine „Tanten“ kennen
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15:19 06.02.2019
Don Chung (links) lernt das Baby kennen. Mutter Hoa steht daneben.
Don Chung (links) lernt das Baby kennen. Mutter Hoa steht daneben. Quelle: Zoo Leipizg
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Leipzig

Der kleine Elefantenbulle und die drei erwachsenen Dickhäuter im Leipziger Zoo machen weitere Fortschritte. Während das vor zwölf Tagen geborene Jungtier bei seiner Mutter Hoa trinkt, lernen die beiden Elefantenkühe Don Chung und Rani das Kalb aus der Nähe und ohne Absperrung kennen. „Unsere Gruppe befindet sich mitten in einem spannenden Lernprozess. Inwiefern die Mutter-Kind-Bindung tragfähig sein wird und welche konkreten Aufgaben die anderen beiden Tiere übernehmen werden, wird sich erst noch zeigen“, sagt Zoodirektor Jörg Junhold.

„Tanten“ stehen beim Jungtier

Hoa benötigte als unerfahrene Mutter weiter Unterstützung durch die Tierpfleger und ebenso durch Don Chung und Rani. Sie sollen die Rolle der Tanten einnehmen. Die Mutter reagiere mittlerweile auf den Kleinen und hält sich auch in den Ruhephasen gemeinsam mit den „Tanten“ am Jungtierbereich auf. Allerdings sei im Moment noch nicht erkennbar, dass sie mütterliches Verhalten zeige.

Am 25. Januar 2019 wurde im Leipziger Zoo ein Elefant geboren.

„Wir freuen uns über jeden einzelnen Schritt in die Richtung, die Gruppe zusammen zu gewöhnen und das Jungtier als Bestandteil zu etablieren. Wir beobachten die Gruppe genau und planen anhand ihres Verhaltens jeweils den nächsten Schritt“, erklärt Seniorkurator Gerd Nötzold. Elefanten brauchen Zeit, sich an die immer wieder neuen Konstellationen mit dem Jungtier zu gewöhnen.

Der Dickhäutertempel Ganesha Mandir bleibt weiter geschlossen, um den Prozess der Vergesellschaftung und die Versorgung des Jungtieres in Ruhe fortsetzen zu können.

Von Matthias Roth