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Lokales Leipziger Elstermühlgraben kommt ans Licht - Stadt will Großprojekt Anfang Juni starten
Leipzig Lokales Leipziger Elstermühlgraben kommt ans Licht - Stadt will Großprojekt Anfang Juni starten
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22:32 07.02.2013
Von Jens Rometsch
Historische Impression mit Blick auf die alte Westbrücke. Quelle: Stadt Leipzig
Leipzig

Auch die Öffnung der letzten Großrohrleitung vom Elstermühlgaben beginnt. Bevor die Pläne am Freitag um 17 Uhr bei einem Bürgerforum im Neuen Rathaus (Saal 258) im Detail vorgestellt werden, sprach die LVZ mit Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke).

"Ich freue mich wirklich sehr, dass dieses schöne Projekt nun Anfang Juni starten kann", sagte der 37-Jährige. Insgesamt 17,7 Millionen Euro werde die Öffnung des letzten verrohrten Abschnitts vom Elstermühlgraben verschlingen. Knapp 400 Meter misst die Strecke zwischen der Friedrich-Ebert- und Thomasiusstraße. Die Fachleute reden dabei meist vom "dritten Bauabschnitt". Denn zuvor hatte die Stadt mit Hilfe umfangreicher Fördermittel schon den ersten Bauabschnitt (entlang des Ranstädter Steinwegs) und den zweiten (von der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Palmengartenwehr) realisiert.

Zwar sei der dritte und letzte Abschnitt nicht allzu lang, doch durch die vier Brücken in seinem Verlauf das teuerste Vorhaben, so Rosenthal. "Alle Brücken müssen erneuert werden." Schon damit der Verkehr auf den dazugehörigen Straßen nicht zusammenbricht, wurden drei Unterabschnitte gebildet, deren Ausbau jeweils zwei Jahre dauern soll. "Wir beginnen im Juni mit dem Unterabschnitt von der Friedrich-Ebert- bis zur Elsterstraße. Dort wird 2013 ein neues, 7,50 Meter breites Flussbett angelegt. Natürlich nutzen wir dabei auch die historischen Ufermauern, so weit sie noch vorhanden sind."

Grafik der geplanten Bauarbeiten am Leipziger Elstermühlgraben. Quelle: Quelle Stadt Leipzig

2014, erläutert Rosenthal, schließe sich dann der Neubau der Westbrücke im Zuge der Friedrich-Ebert-Straße an. Von dem historischen Brückenbauwerk dort (siehe kleines Foto in der Mitte) sei leider absolut nichts mehr vorhanden. Jedoch werde die neue Westbrücke dieselbe Anmutung wie ihre Vorgängerin erhalten. "Ziel ist, den gesamten Bereich bis vor die Brücke Elsterstraße im November 2014 für die Leipziger zur Nutzung freizugeben. Dabei gilt für alles, was nördlich vom Stadthafen-Areal liegt, dass dort nur muskelkraftbetriebene Boote fahren dürfen." Gleich wie das Schiffbarkeitsverfahren bei der Landesdirektion ausgehe - für Motorboote sei in jedem Fall an der schon bestehenden Außenmole des Stadthafen-Areals Schluss. Dies, obwohl der Höhenabstand zwischen der neuen Westbrücke und dem Grund des Flusslaufs darunter 4,50 Meter beträgt.

Die Arbeiten am dritten und letzten Bauabschnitt des Elstermühlgrabens beginnen bald in der Carl-Maria-von-Weber-Straße. Quelle: Karte Google Grafik Enzo Forciniti

Besonders attraktiv für die Anrainer ist sicher, dass in der gesamten Carl-Maria-von-Weber-Straße (auf der östlichen Seite des Flusses) eine abgesenkte Uferzone entsteht. Über Treppen können sie dorthin gelangen und etwa ihre Füße im Wasser baumeln lassen. Zudem soll ab November 2014 ein altes Problem entfallen: Sobald die fünf Millionen Euro teuren Arbeiten am ersten Unterabschnitt abgeschlossen sind, kann zumindest etwas Flusswasser durch das Becken am Ranstädter Steinweg fließen. Womit hoffentlich das dortige Geruchsproblem entfällt.

Jens Rometsch

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