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Lokales Minutenlanger Beifall für Corinna Harfouch und ein Preis für „Lara“
Leipzig Lokales Minutenlanger Beifall für Corinna Harfouch und ein Preis für „Lara“
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23:28 19.09.2019
Die Schauspieler Corinna Harfouch und Tom Schilling mit ihrem Film „Lara“ im Passage-Kino in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

Das Publikum hätte minutenlang weitergeklatscht, wenn Corinna Harfouch es nicht gebremst hätte. Da hatte die Schauspielerin bereits Tränen in den Augen, so bewegt war sie. Der Kinofilm „Lara“ ist bis in die kleinsten Rollen hochkarätig besetzt. Aber eigentlich ist es ihr Film, der Film von Corinna Harfouch. Vor allem sie wird dafür gefeiert, obwohl sie eine Frau spielt, die so ziemlich alles dafür tut, nicht gemocht zu werden.

Den eigenen Sohn vergrault

„Die Figur ist mir nicht gänzlich fremd, aber ich verstehe Lara auch nicht in allen Dingen. Sie sagt, was sie denkt, das kann sie nicht ändern“, blickt die 64-Jährige auf ihre Rolle. Lara ist eine Frau, die an ihrem 60. Geburtstag weder Anrufe noch Besuch bekommt, weil sie mit ihrer kristallenen Härte die meisten Menschen um sich herum abgeschreckt und vergrault hat. Sogar den eigenen Sohn, einen Pianisten, der just an Mutters 60. Geburtstag sein erstes großes Konzert gibt. Dabei hat sie seine Karriere erst in die Spur gebracht – eine Karriere, die sie gern selbst gemacht hätte. Obwohl die Unerbittlichkeit der Mutter den Sohn nahezu zerstört, erkennt er, dass sie recht hat – und widmet ihr seine Komposition.

Die Schauspieler Corinna Harfouch und Tom Schilling und Regisseur Jan-Ole Gerster (rechts) auf dem Roten Teppich im Passage-Kino in Leipzig. Quelle: André Kempner

Preis als bester nationaler Film

Gemeinsam mit Tom Schilling, der den Sohn spielt, und Regisseur Jan-Ole Gerster stellte Corinna Harfouch den Film am Donnerstag in den Passage-Kinos vor. Danach fuhr das kleine Trüppchen gleich weiter ins „Täubchenthal“ zum Höhepunkt der jährlichen Filmkunstmesse: Vor über 500 Gästen aus der Filmwelt wurden die diesjährigen Gilde-Filmpreise verliehen. Für „Lara“ gab es den Preis in der Kategorie „National“.

Einige Szenen wurden in Leipzig gedreht

Gedreht wurde in Berlin, Weimar und Leipzig. In Leipzig entstanden Szenen bei Peek & Cloppenburg, hinter der Bühne der Oper, im Foyer der Musikhochschule und in der Reisebank im Hauptbahnhof. Wenn sie an den Dreh zurückdenkt, erinnert sich Corinna Harfouch an lange Tage und Nächte. „Intensiv war’s, schön war’s.“ Tom Schilling erinnert sich vor allem daran, dass er immer nur Klavier geübt hat, zu Hause und bei einer Klavierlehrerin. Hauptdarstellerin Corinna Harfouch feiert im Oktober übrigens selbst einen runden Geburtstag – den 65. Aber sie wird nicht einsam sein. „Ich verbringe den Tag mit Arbeiten, bin in Hannover am Proben. Eine große Feier machen wir dann später.“

Die beiden Hauptdarsteller im Gespräch mit Medienvertretern. Quelle: André Kempner

Exklusive Voraufführungen in Leipzig

Regisseur Jan-Ole Gerster und Darsteller Tom Schilling haben schon in der Vergangenheit sehr erfolgreich zusammengearbeitet: Mit „Oh Boy“ gewannen sie 2012/13 diverse Filmpreise. Auch „Lara“ ist ähnlich aufgebaut, es geht wieder um eine Person, die einen Tag lang in Berlin begleitet wird. Offizieller Kinostart ist am 7. November. Das Publikum in den Leipziger Passage-Kinos hat ab Sonnabend eine Woche lang exklusiv die Möglichkeit, den Film bereits jetzt zu sehen.

Von Kerstin Decker

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