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Lokales Bundesweites Gedenken an die Opfern des rechtsextremen Terrors in Hanau
Leipzig Lokales Bundesweites Gedenken an die Opfern des rechtsextremen Terrors in Hanau
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23:27 20.02.2020
Gedenken an die Opfer von Hanau in Leipzig. Quelle: Thilo Sauer
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Leipzig

Nach dem rechtsextremen Terroranschlag am Mittwoch in Hanau (Hessen), bei dem ein 43-Jähriger unter anderem neun Menschen in zwei kurdisch-türkischen Restaurants getötet hat, wird bundesweit zu Gedenkveranstaltungen aufgerufen – darunter auch in Leipzig. Knapp 600 Menschen, so Reporter vor Ort, trafen sich am Abend auf dem Otto-Runki-Platz im Leipziger Osten, um der Opfer zu Gedenken. 

„Lasst uns heute gemeinsam der Opfer gedenken, aber lasst uns auch schon heute klar Farbe bekennen und uns klar gegen jede Art von Rassismus und Menschenfeindlichkeit stellen. Denn die rassistischen Morde alleine der vergangenen Monate zeigen deutlich, dass die blau-braune Saat des Hasses aufgeht. Hier braucht es den klaren und deutlichen Widerspruch aller Demokratinnen und Demokraten", hieß es dazu in einer Einladung der stellvertretende Leipziger SPD-Vorsitzende Irena Rudolph-Kokot.

Nach einigen Ansprachen und einer Schweigeminute, gab es auch einen kurzen Gedenkmarsch durch die Eisenbahn- und die Hermann-Liebmann-Straße. Gegen 22 Uhr löste sich die Versammlung schließlich auf. Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung erwartungsgemäß friedlich.

Bestürzung überall

Auch zahlreiche andere sächsische Politiker hatte am Donnerstag mit Bestürzung auf den rechten Terroranschlag in Hessen reagiert. „Ich bin erschüttert, traurig und fassungslos“, schrieb Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Donnerstagvormittag auf Facebook. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte auf Twitter. „Hinter dieser abscheulichen Tat steckt eine rassistische & menschenverachtende Ideologie, der wir entschieden entgegentreten müssen.“ Er sprach den Opfern, Hinterbliebenen und Verletzten sein Mitgefühl aus.

Parallel zur geplanten Kundgebung am Donnerstag in Leipzig fanden bundesweit ähnliche Solidaritätsveranstaltungen statt – darunter auch in Dresden (19 Uhr, Albertplatz), in Erfurt (18 Uhr, Anger), in Halle (19.30 Uhr, Marktplatz), in Magdeburg (19 Uhr, Hauptbahnhof) und in Rostock (18 Uhr, Doberaner Platz).

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