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Lokales Leipziger Goethestraße bekommt nach tödlichem Unfall Radstreifen
Leipzig Lokales Leipziger Goethestraße bekommt nach tödlichem Unfall Radstreifen
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07:52 06.12.2019
Die Goethestraße in Leipzig bekommt einen Radstreifen. Quelle: Kempner
Leipzig

Schon vor gut drei Jahren wurde er gefordert, im kommenden Jahr soll es so weit sein: Die Goethestraße im Leipziger Zentrum bekommt einen Radstreifen. Die verkehrsrechtliche Anordnung sei bereits erlassen worden, teilte die Stadt auf Anfrage der LVZ mit. Die notwendigen Markierungen sollen im zweiten Quartal des kommenden Jahres realisiert werden.

„Die Umsetzung erfolgt in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen und verfügbaren Haushaltsmitteln“, so eine Stadtsprecherin unter Berufung auf das Verkehrs- und Tiefbauamt. Für die nun angedachte Umgestaltung der Straße in südlicher Richtung – also zwischen Hauptbahnhof und Augustusplatz – müssen Parkplätze weichen.

Forderung war nach tödlichem Unfall laut geworden

Die Forderung nach mehr Sicherheit für Radfahrer war vor allem durch einen tödlichen Unfall im Jahr 2016 gestärkt worden. Eine dreifache Mutter war an einer wohl unachtsam geöffneten Autotür hängen geblieben, geriet unter eine nahende Straßenbahn und erstickte. Der Autofahrer war am Mittwoch zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

2016 war in der Goethestraße im Leipziger-Zentrum eine Radfahrerin tödlich verunglückt. Quelle: Dirk Knofe

Zwar gebe es auf der Goethestraße nicht mehr Unfälle als auf anderen Straßen mit ähnlicher Verkehrsführung – also solchen, auf denen Radfahrer zwischen parkenden Autos und Straßenbahngleisen fahren müssen. „Nachvollziehbar ist aber, dass in diesen Straßen ein erhöhtes Unsicherheitsgefühl bei Radfahrern besteht“, so die Sprecherin der Stadt.

Keine höheren Unfallzahlen

Vergleichbare Unfälle wie im Jahr 2016 habe es zuletzt nur einen gegeben. 2017 stieß ebenfalls ein Radfahrer mit einer geöffneten Autotür zusammen, jedoch auf der anderen Straßenseite. Dort sei das Parken für Autos gar nicht erlaubt, hieß es.

Der jetzt geplante Radstreifen sei auch unabhängig vom tödlichen Unfall untersucht worden. Grund ist den Angaben nach vor allem, dass das bisher in Teilen der Goethestraße geltende eingeschränkte Halteverbot wegen „des hohen allgemeinen Parkdrucks“ nur unzureichend durchgesetzt worden sei. Die Fernbushaltestelle und die Baustelle zwischen Brühl und Ritterstraße hätten eine frühere Durchsetzung nicht zugelassen, teilte die Sprecherin mit.

Von Josephine Heinze/nöß

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