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Lokales Leipziger Hilfsverein vor neuer Herausforderung in Albanien
Leipzig Lokales Leipziger Hilfsverein vor neuer Herausforderung in Albanien
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09:01 12.07.2019
Frisch unterzeichnete Kooperation in Pristina: Max Schöpe, Ralph Rüdiger (v. l.) und Michael Eichhorn (r.) mit Albanë Zogu Morina (Fundraising von SOS Kinderdorf). Quelle: Foto: privat
Leipzig

Eine weitere Mission ist erfüllt: Wieder einmal hatte sich der Leipziger Verein „Perspektiven für Kinder auf dem Westbalkan“ im Juni auf den Weg in den Kosovo gemacht, um die Armut im Dorf Fushe Kosovo zu lindern. Der Verein, der bis Mai unter dem Namen „Verantwortung für Flüchtlinge“ arbeitete, kehrte diesmal mit einer wichtigen Unterschrift zurück.

Kooperation mit SOS Kinderdorf

Am 29. Juni unterzeichneten die Leipziger nach monatelangen Verhandlungen in Pristina eine Kooperation mit dem SOS Kinderdorf Kosovo. „Damit können wir in den nächsten zwölf Monaten 26 von extremer Armut betroffene Familien mit insgesamt 118 Kindern unterstützen“, freut sich der Vorsitzende Ralph Rüdiger.

Unterstützung für Waisenkinder

Zuvor überzeugten sich Michael Eichhorn, Max Schöpe und Ralph Rüdiger vor Ort, wie bedürftige Kinder medizinisch versorgt und beim Schulbesuch oder der Integration in das Berufsleben vom SOS Kinderdorf unterstützt werden. Besonders berührt hat das Trio das Schicksal von sechs Geschwistern, deren Eltern vor drei Jahren an Tuberkulose starben. Das Älteste von den Geschwistern und die internationale Hilfsorganisation versorgen seitdem die Kinder.

Einem Mädchen das Leben gerettet

In einer anderen Familie konnte einem Mädchen durch die Finanzierung einer Operation das Leben gerettet werden, es war an einem Kieferknochentumor erkrankt. Heute besucht das Kind die zehnte Schulklasse und ist wohlauf, seine Familie kann sich dank Anbau von Gemüse und Arbeit in einer Bäckerei den Lebensunterhalt inzwischen selbst finanzieren. „Wir haben gespürt, wie dadurch deren Selbstwertgefühl deutlich gewachsen ist“, so Rüdiger.

Absprache mit Partnerverein

Bei „Perspektiven für Kinder auf dem Westbalkan“ fließt kein Spenden-Cent in die Verwaltung der Kooperation mit SOS Kinderdorf, wie der Vereinschef betont, „die Organisation muss uns quartalsweise Belege und Rechnungen zusenden“. Im Kosovo bekommt eine Familie mit sechs Kindern eine Sozialhilfe von monatlich 120 Euro, obwohl die Lebenshaltungskosten genauso hoch sind wie in Deutschland. Eine soziale Katastrophe, wie der Gruppe auch ein Parlamentarier der größten Oppositionspartei (LVV) bestätigte.

In Pristina trafen die Leipziger Vertreter ihren Partnerverein „Familien in Not – Rietberg“, um die im Dezember anstehende Projektfahrt zu koordinieren. Der Verein transportiert Leipziger Sachspenden zur Weihnachtszeit in den Kosovo.

Unterstützer springt ab

Kurz vor der Abreise zum Kosovo tat sich eine neue soziale Baustelle auf: Das auch aus Leipzig seit Jahren unterstützte albanische Kinderheim bei Tirana hat einen wichtigen Paten verloren, der sich auf andere Projekte fokussieren will. Um das Hilfsprogramm „Rreze Dielli“ aufrecht zu erhalten, reisen am Montag zwei Mitglieder von „Perspektiven für Kinder auf dem Westbalkan“ erneut nach Albanien, um sich ein Bild von der Situation des Kinderhauses zu machen. Die Erfahrung der letzten Reise ist eine weitere Bestärkung für Rüdiger und Mitstreiter, nie müde in ihrem Engagement zu werden. „Mit Hilfe von Spenden aus Leipzig kann das Leben dieser Kinder etwas erträglicher gemacht werden.“

Spenden für den Verein können auf folgendes Konto überwiesen werden: Verein „Perspektiven für Kinder auf dem Westbalkan e.V.“; IBAN: DE 26 8605 5592 1090 0884 57 (Sparkasse Leipzig).

Von Mark Daniel

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