Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger Jungliberale: Lippendorf als Atomkraftwerk weiternutzen
Leipzig Lokales Leipziger Jungliberale: Lippendorf als Atomkraftwerk weiternutzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 16.06.2019
Das Kohlekraftwerk Lippendorf. Quelle: epd/Matthias Rietschel
Anzeige
Leipzig

Die Jungen Liberalen (Julis), die Jugendorganisation der FDP, haben bei ihrem Kreiskongress am Wochenende für die „Weiternutzung des Kraftwerk Lippendorfs als Atomkraftwerk nach dem Kohleausstieg“ plädiert. Ob die Forderung angesichts komplexer Anforderungen an den Bau eines solchen Kraftwerks realistisch und ernst gemeint ist, ließ Juli-Sprecher Julian Schrader auf Anfrage von lvz.de am Sonntag offen. Es gehe generell darum, „mal eine These in den Raum zu werfen“, um das Thema voranzubringen, sagte Schrader. Grundsätzlich müsse man mit Blick auf den Kohle-Ausstieg auch wieder über einen Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergie reden, so der Sprecher.

Gewalt: Kreischef appelliert an Akteure der politischen Ränder

Bei ihrem Kreiskongress sprachen sich die Julis klar gegen die politische Gewalt in Leipzig aus, die unter anderem im Rahmen der Stadtratswahl zu beobachten war. „Dies meint insbesondere die Zerstörung von Wahlplakaten, das boshafte Umhängen von Wahlplakaten und Angriffe auf Wahlkämpfer“, wie die Julis mitteilen. „Gerade für uns Junge Liberale, die in Leipzig öffentlich für Freiheit und Demokratie einstehen, ist die zunehmende Verrohung eine Bedrohung“, erklärte der Kreisvorsitzende Maximilian König. „Ich erwarte insbesondere von den Akteuren der politischen Ränder, zu hinterfragen, ob sie weiter aktiv an der Schaffung eines autoritären Klimas der Angst in Leipzig mitwirken wollen oder sich wieder der Verteidigung demokratischer Grundwerte widmen.“

Anzeige

Partei-Organisation fordert schnellen Bau eines Radwegenetzes

Die Julis forderten am Wochenende außerdem den vorrangigen Bau eines Netzes von Fahrradschnellwegen, die Einführung eines Nutzungsregisters für alle Wasserflächen im Leipziger Umland und die Vermeidung von Badeverboten, eine klare Aussprache gegen den zunehmenden politischen Populismus in Form von Vereinfachung und Zuspitzung sowie einen verstärkten Umgang mit dem Islam in der Zivilgesellschaft – etwa durch die Einrichtung des Studiengangs „Islamische Theologie“. Die religiöse Beschneidung an Kindern lehnen Leipzigs Julis ab.

Von bm

Lokales Umstrittener Kampfsportclub in Leipzig-Schönefeld - Rund 500 Demonstranten beim Protest gegen Rechts
16.06.2019