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Lokales Leipziger Messe: Kommunikationschef Jantz wechselt nach Düsseldorf
Leipzig Lokales Leipziger Messe: Kommunikationschef Jantz wechselt nach Düsseldorf
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09:21 22.11.2019
Pressesprecher Steffen Jantz verlässt die Leipziger Messe. Quelle: Leipziger Messe / Dirk Brzoska
Leipzig/Düsseldorf

Die Leipziger Messe muss einen prominenten Abgang verkraften. Kommunikations- und PR-Chef Steffen Jantz (53) wechselt zum 1. Januar 2020 als Leiter der Abteilungen „Fachpresse“ und „Marketing Services“ zur Messe nach Düsseldorf. Das bestätigte Jantz am Freitag auf LVZ-Anfrage. „Nach 30 Jahren und vielen interessanten Aufgaben verlasse ich diese wunderbare Stadt schweren Herzens“, sagte Jantz. „Ich möchte allerdings noch einmal etwas Neues anpacken und freue mich auf die Herausforderungen bei einer der größten Messen der Welt.“ Über seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin wurde von Seiten der Messe noch keine Entscheidung getroffen.

Bestens in Sachsen vernetzt

Jantz, der aus dem Leipziger Südraum (Regis-Breitingen) stammt, gilt als einer der am besten vernetzten PR-Strippenzieher in Sachsen. Das liegt auch an seinen vielseitigen Stellen, die er seit 1990 innehatte. Nach Stationen in der Politik (sächsischer Landtag) und Sport (Landessportbund), verantwortete der studierte Sportmanager ab 2003 die Unternehmenskommunikation der PSR-Mediengruppe. Von 2006 bis 2010 war er unter Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) Referatschef für Kommunikation im Leipziger Rathaus und danach für zwei Jahre Vertriebschef bei Ströer Medien. Von da aus wechselte Jantz 2012 zur Leipziger Messe, wo er den Zentralbereich Kommunikation verantwortet.

Leipziger Messechef aus Düsseldorf

Der Jantz-Wechsel von Leipzig nach Düsseldorf setzt damit die traditionell guten Messe-Kontakte zwischen den beiden Städten fort. So holte Sachsens Regierungschef Kurt Biedenkopf gleich nach der Wiedervereinigung den ehemaligen Chef der Messe Düsseldorf an die Pleiße. Der damals 68-jährige Kurt Schoop ließ sich nicht lange bitten. Denn es galt, die Mutter aller Messen fit zu machen für den harten Wettbewerb im bundesweiten wie internationalen Messegeschäft. Schoop, der 2017 im Alter von 95 Jahren in Travemünde verstorben ist, legte größten Wert auf einen engen Kontakt der beiden Messeplätze – vor dem Hintergrund der Konkurrenzsituation unter den deutschen Ausstellungsgesellschaften alles andere als selbstverständlich.

Dornscheidt machte Leipziger Messe fit

Mehrfach konnte Schoop so die Leipziger Messe aus der personellen Patsche holen. Claus Groth, der wie Schoop über zehn Jahre lang erfolgreich an der Spitze der Düsseldorfer Messe tätig war, kam auf Schoops Wunsch hin nach Leipzig, um auszuhelfen. Und auch die Verpflichtung von Werner M. Dornscheidt 1999 war dem Pensionär zu verdanken. Dornscheidt galt als der Glücksgriff schlechthin. Ihm gelang es, die Leipziger Messe aus den Miesen und den Negativschlagzeilen herauszuholen, bevor er 2003 nach Düsseldorf zurückkehrte, wo er bis heute den Vorsitz der Geschäftsführung innehat.

Die Düsseldorfer Messe nimmt im Ranking national und auch international einen Spitzenplatz ein. Nach der Messe Frankfurt (Main) mit einem Jahresumsatz von 669,1 Millionen Euro ist die Düsseldorfer (2018: 367,0 Millionen Euro) die zweitgrößte in Deutschland. Weltweit belegt sie laut dem Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA Platz sieben. Die Frankfurter, an deren Spitze übrigens mit Wolfgang Marzin ebenfalls ein ehemaliger Messe-Chef aus Leipzig (2004–2009) steht, liegt international auf Rang drei.

Von André Böhmer/Andreas Dunte

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